Presse reagiert auf Torfestival

„Das war kein richtiger Fußball“


Aktualisiert am 19.07.2026 – 10:31 UhrLesedauer: 3 Min.

Dayot Upamecano: Der Bayern-Spieler saß vorerst auf der Bank. (Quelle: IMAGO/Alexandra Fechete/SPP)

England und Frankreich liefern im Spiel um Platz drei der WM ein großes Spektakel. Das schreiben die internationalen Medien.

England hat sich in einem Zehn-Tore-Festival den dritten Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada gesichert. Mit dem spektakulären 6:4-Sieg im kleinen Finale gegen Frankreich hat Englands Trainer Thomas Tuchel die Kritik an ihm vorerst gekontert. Der deutsche Trainer musste nach dem Halbfinal-Aus gegen Argentinien harsche Kritik von Medien und Experten einstecken.

Vor dem Anpfiff in Miami bekam Tuchel zusätzlich noch einmal einen Einblick, wie die Stimmung zu dem Zeitpunkt in England war. Als am Ende der Verlesung der Mannschaftsaufstellung der Schwabe auf der Anzeigetafel eingeblendet wurde, waren mehrere Buhrufe deutlich vernehmbar.

Im Video | Die spektakuläre Torfolge im Spiel um Bronze

Player wird geladen

Quelle: MagentaTV

Nach dem Bronze-Erfolg schwärmte die internationale Presse nun vom Spiel, in England werden auch die Pfiffe gegen Tuchel thematisiert.

England

Daily Mail“: „Was ist denn hier los? Die ‚Three Lions‘ gewinnen ein Zehn-Tore-Spektakel in Miami, Jude Bellingham erzielt in den letzten Sekunden den Siegtreffer in einem verrückten Spiel. Solche Spiele werden wir wohl nicht mehr oft sehen. Das war das Niveau eines Wohltätigkeitsspiels. Soccer Aid. Baller League. Kein richtiger Fußball. Es wurde zwar durch einige desaströse Abwehrleistungen begünstigt, aber das Angriffsspiel war umso brillanter.“

„Guardian“: „Das Spiel, das bedeutungslos ist, zählte zu den Höhepunkten des Turniers, in dem Rekorde purzelten. Es endete mit einer herzlichen Umarmung zwischen Thomas Tuchel und Didier Deschamps. Das war wirklich fantastisch.“

„Times“: „Es ist nicht sicher, was das alles zu bedeuten hat, außer dass England eine Bronzemedaille holt. Aber die Reaktion nach dem Schlusspfiff zeigt, dass die Fans den Sieg genossen haben, und zumindest mildert die Art und Weise des Sieges den bitteren Nachgeschmack der Halbfinalniederlage etwas ab.“

„Daily Star“: „Zu Beginn des Abends kümmerte sich niemand um das bedeutungslose Spiel um Platz drei, aber am Ende des Duells war die ganze Welt davon gefesselt. Tuchel wurde vor dem Anpfiff von wütenden englischen Fans ausgebuht, weil seine Mannschaft gegen Argentinien in der Schlussphase kläglich versagt hatte. Nachdem England im Halbfinale in den letzten 30 Minuten keine einzige Torchance herausgespielt hatte, entschied Tuchel, den Anker zu liften, und England überrollte ein lustloses Frankreich.“

Share.
Exit mobile version