Vergleich zu 2007
Preise für Nahverkehr fast verdoppelt – Autofahrer parken günstig
16.09.2026 – 14:02 UhrLesedauer: 1 Min.
ÖPNV-Tickets haben sich seit 2007 nahezu verdoppelt – die Jahresgebühr fürs Anwohnerparken blieb gleich. Letzteres könnte sich bald ändern.
Ein Einzelfahrschein für Bus und Bahn in Berlin kostet heute 4 Euro – Anfang 2007 waren es noch 2,10 Euro. Das geht aus einer Antwort der Berliner Verkehrsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Die Jahresgebühr für einen Bewohnerparkausweis dagegen liegt seit 2008 unverändert bei 10,20 Euro.
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Weitere Ticketpreise stiegen im selben Zeitraum ähnlich stark: Eine 24-Stunden-Karte im Berliner Stadtgebiet kostet nach Angaben der Verkehrsverwaltung heute 11,20 Euro statt 5,80 Euro, eine Monatskarte ohne Abonnement 113 statt 67 Euro.
Jahresgebühren fürs Anwohnerparken unverändert
Beim Anwohnerparken verlief die Entwicklung entgegengesetzt. Die Jahresgebühr für den Bewohnerparkausweis wurde 2008 von 30,70 auf 10,20 Euro gesenkt und blieb seitdem unverändert. Die Verwaltungskosten für die Ausstellung der Parkvignette stiegen laut Verkehrsverwaltung dagegen von rund 18 Euro im Jahr 2013 auf gut 39 Euro – damit liegen sie fast viermal so hoch wie die erhobene Gebühr.
Eine Neuregelung des Anwohnerparkens hatte die schwarz-rote Koalition geplant, setzte sie aber vor der Abgeordnetenhauswahl nicht mehr um. Die SPD hatte eine deutliche Erhöhung der Gebühr angestrebt, die CDU eine Ausweitung der Parkzonen.