Was ist ein Anlageportfolio?

Wie jedes Portfolio ist auch das Anlageportfolio eine Sammlung. Allerdings sammeln Sie als Anleger keine physischen Objekte in einer tatsächlich existierenden Mappe, sondern stellen sich Ihr Portfolio im übertragenen Sinn aus verschiedenen Vermögenswerten zusammen, auch Anlageklassen genannt. Das können zum Beispiel Wertpapiere wie Aktien sein, Anleihen, aber auch Sachanlagen wie Immobilien oder Geld, an das Sie schnell wieder herankommen – etwa auf dem Tagesgeldkonto.

Theoretisch kann Ihr Portfolio auch nur aus einer Anlageklasse bestehen. Idealerweise enthält es aber eine Mischung aus risikoreicheren und risikoärmeren Vermögenswerten, um gute Erträge, genannt Renditen, zu erzielen. Sie sollten also versuchen, die optimale Balance zwischen Rendite und Risiko zu finden. Da kommt die Asset Allocation ins Spiel, also die Auswahl der Vermögenswerte und deren prozentualer Anteil am gesamten Portfolio.

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Dass Sie verschiedene Arten von Geldanlagen in Ihrem Portfolio mischen, nennt man auch Portfoliodiversifizierung. Sie streuen damit Ihr Risiko. Oder einfacher ausgedrückt: Sie setzen nicht alles auf eine Karte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein ideales Anlageportfolio nimmt zudem Rücksicht darauf, wie wichtig es Ihnen ist, möglichst kurzfristig wieder auf Ihr Geld zugreifen zu können. Wie genau Ihr Portfolio am Ende aussieht, hängt also von Ihrer konkreten Lebenssituation ab.

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Beispiel für ein Anlageportfolio:

Wenn Sie über einen langen Zeitraum investieren, können Sie prinzipiell stärker ins Risiko gehen. Das liegt daran, dass Sie dann mehr Zeit haben, Krisen auszusitzen. Denn langfristig gleichen sich kurzfristige Kurs- und Wertschwankungen wieder aus.

Ihr Portfolio könnten Sie dann so aufteilen, dass Sie zum Beispiel 70 Prozent Ihres Geldes in risiko-, aber auch ertragreichere Anlagen investieren. Dazu zählen etwa Aktien oder Investmentfonds. Die restlichen 30 Prozent könnten Sie dann in risikoarme Geldanlagen wie Anleihen, Tages- oder Festgeld fließen lassen.

Wenn Sie weniger ins Risiko gehen wollen, zum Beispiel weil Sie alleine eine Familie ernähren müssen oder Sie in Krisen größere Angst vor Verlusten haben, erhöhen Sie einfach den risikoarmen Anlageteil.

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