Mann im Krankenhaus
Polizei schießt auf mutmaßlichen Brandstifter
27.07.2026 – 14:14 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann greift offenbar Beamte in Berlin mit einem Beil an. Die Polizei setzt ihre Dienstwaffen ein. Das Mehrfamilienhaus ist evakuiert und vorerst nicht bewohnbar.
In der Nacht zum Sonntag hat die Polizei in Berlin-Köpenick auf einen 38-jährigen Mann geschossen. Nach Angaben der Behörden soll er Beamte mit einem Beil angegriffen haben, nachdem diese wegen eines Brandes in einem Mehrfamilienhaus in der Wendenschloßstraße alarmiert worden waren.
Die Einsatzkräfte wurden laut Polizei gegen 0.30 Uhr zu dem Gebäude gerufen, weil ein Bewohner schwarzen Rauch gemeldet hatte, der vom Hausflur in seine Wohnung zog. Vor Ort trafen die Beamten auf den 38-Jährigen, der nach Polizeiangaben gerade einen Feuerlöscher entleerte. Anschließend soll er ein Beil ergriffen und damit in bedrohlicher Weise auf die Einsatzkräfte losgegangen sein. Die Beamten hätten daraufhin ihre Dienstwaffen eingesetzt.
Tatverdächtiger im Krankenhaus
Der Tatverdächtige kam den Angaben zufolge stationär ins Krankenhaus. Angaben zu Art und Schwere seiner Verletzungen liegen nach aktuellem Stand nicht vor.
Die Feuerwehr löschte den Brand. Zwölf Bewohner wurden wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung medizinisch untersucht – für zehn war zunächst keine Behandlung nötig. Zwei Männer im Alter von 44 und 85 Jahren kamen stationär ins Krankenhaus. Das Gebäude wurde durch den Brand so stark beschädigt, dass es evakuiert wurde und vorerst nicht bewohnbar ist.
Die Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch der Beamten hat eine Mordkommission im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin übernommen – das ist bei Polizeischüssen standardmäßig der Fall. Wegen des Verdachts der besonders schweren Brandstiftung ermittelt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts.
