Feierabendparken

Diese Lidl-Parkplätze könnten nachts für Anwohner öffnen


08.09.2026 – 09:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Feierabendparken bei Lidl in Hamburg-Hamm: Über einen QR-Code können Stellplätze digital gebucht und bezahlt werden. (Quelle: Breuel-Bild/imago-images-bilder)

In Hamm läuft das Modell bereits. Nun sollen auch in Wandsbek Lidl-Parkplätze nachts für Anwohner nutzbar werden – zwölf Standorte kommen infrage.

Seit Januar können Anwohner und Besucher in Hamburg-Hamm nachts auf einem Lidl-Parkplatz stehen. Zehn Stellplätze an der Carl-Petersen-Straße stehen täglich von 18 bis 8 Uhr zur Verfügung. Gebucht und bezahlt wird digital. Nun soll das Modell auch in Wandsbek geprüft werden.

SPD, Grüne und FDP haben dazu einen gemeinsamen Antrag in die Bezirksversammlung eingebracht. Darin nennen sie zwölf Lidl-Standorte. Über den Antrag wird am Donnerstag (10. September) beraten. Einen Beschluss über die Umsetzung gibt es bislang nicht.

Sieben Lidl-Märkte haben die Technik bereits

An sieben der vorgeschlagenen Standorte ist laut Antrag die Technik für eine digitale Parkraumbewirtschaftung bereits vorhanden. Genannt werden die Märkte Am Stadtrand, Barsbüttler Straße, Ivo-Hauptmann-Ring, Schöneberger Straße, Wandsbeker Zollstraße, Tonndorf und Sieker Landstraße. Die Fachbehörde soll gemeinsam mit den Betreibern prüfen, ob dort Feierabendparken eingerichtet werden kann.

Auch fünf weitere Lidl-Standorte sollen untersucht werden: Hellmesberger Weg, Haldesdorfer Straße, Volksdorf, August-Krogmann-Straße und Brauhausstraße. Dort fehlt die nötige technische Ausstattung bislang.

Die Fraktionen wollen mit dem Modell vorhandene Parkflächen in den Abend- und Nachtstunden besser nutzen. Vor allem in dicht besiedelten Quartieren könnten dadurch zusätzliche Stellplätze zur Verfügung stehen, ohne neue Parkflächen schaffen zu müssen.

Düsseldorf hat das Modell stark ausgeweitet

In Düsseldorf gibt es Feierabendparken bereits in deutlich größerem Umfang. Dort startete das Angebot 2024 mit rund 190 Stellplätzen an Aldi- und Lidl-Märkten. Inzwischen stehen knapp 2.000 Plätze zur Verfügung. Die Stadt hatte die erste Pilotphase als „insgesamt positiv“ bewertet.

In Wandsbek soll die Suche nach geeigneten Flächen nicht auf Lidl beschränkt bleiben. Nach dem Willen von SPD, Grünen und FDP soll die Fachbehörde auch mit Rewe, Aldi, Penny und Netto über eine Beteiligung sprechen. Geeignete Standorte sollen gemeinsam mit den Unternehmen gesucht werden. Über die Ergebnisse soll anschließend der Mobilitätsausschuss informiert werden.

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