Newsblog zum 1. Mai

Tausende feiern Walpurgis – Berliner Polizei vor Großeinsatz


30.04.2026 – 20:13 UhrLesedauer: 2 Min.

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Als Hexen und Teufel kostümierte Walpurgisgäste erobern am Donnerstagnachmittag das Rathaus in Wernigerode. Im Harz finden vielerorts Walpurgisfeiern statt. (Quelle: Matthias Bein/dpa)

Brennende Barrikaden, Angriffe auf die Polizei und Straßenkämpfe: Jahr für Jahr kommt es am 1. Mai in Deutschland zu Ausschreitungen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

So bereitet sich die Polizei auf den 1. Mai in Berlin vor

Die Berliner Polizei wird am 1. Mai im Großeinsatz sein: Rund 5.300 Polizisten werden wegen der vielen Demonstrationen in der Stadt unterwegs sein, darunter Kräfte aus zehn Bundesländern und der Bundespolizei. Es sind weniger als im Vorjahr: 2025 waren 5.800 Polizisten im Einsatz.

Von der Polizei wird am 1. Mai technisch alles aufgefahren oder in Bereitschaft gehalten, was möglich ist: Drohnenabwehr, Hubschrauber für Übersichtsaufnahmen, Boote, Wasserwerfer im Hintergrund für den Notfall, Fahrradstaffeln, Spürhunde, Kommunikationsteams, Klettereinheiten für die Sicherung von Dächern. Hier lesen, wie sich die Polizei auf den 1. Mai vorbereitet.

Am Donnerstagabend sind 1.800 Polizisten und 200 Streifenwagen im Einsatz. Die Polizei erwartet zahlreiche Feiern am Abend der Walpurgisnacht im Görlitzer Park in Kreuzberg, im Mauerpark in Prenzlauer Berg, im Volkspark Friedrichshain und im Treptower Park. Dazu kommt die traditionelle feministische Frauen-Demonstration „Take back the night“ am Abend in Kreuzberg mit einigen Tausend Teilnehmerinnen.

Tausende Menschen haben sich im Harz zur Feier der Walpurgisnacht versammelt. „Die Orte wie Schierke oder Thale sind alle voll“, berichtete ein Sprecher der Polizei. Bei bestem Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein waren viele Kostümierte bereits am Nachmittag unterwegs. In Wernigerode stürmten Hexen und Teufel das Rathaus.

In mehr als 20 Orten standen die traditionellen Feiern an. Sie sind eine der größten Touristenattraktionen im Harz. Einem alten Brauch nach wird zu Walpurgis der Winter ausgetrieben.

Angesichts der Waldbrandgefahr rufen Sachsens Feuerwehren zur Vorsicht bei den sogenannten Hexenfeuern in der Walpurgisnacht auf. Die meisten Traditionsfeuer seien aber so gelegen, dass sie stattfinden könnten, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Gunnar Ullmann, der Deutschen Presse-Agentur in Leipzig. Einschränkungen könne es allerdings bei privat veranstalteten Feuern geben.

In der Oberlausitz sind bereits mehrere Feuer vorab unerlaubt angezündet worden. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurden in den Landkreisen Bautzen und Görlitz etwa 30 Feuer in Brand gesetzt. Die Polizei ermittele wegen Sachbeschädigung. Feuerwehren waren im Einsatz. Wer dahintersteckt, ist noch unklar. Wenn Feuer unkontrolliert abbrennen, sei das durchaus gefährlich, sagte die Sprecherin. Flammen könnten auf Gebäude oder Wälder übergreifen.

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