Frust bei Unionskollegen

Foto von Urlaubsinsel bringt Spahn in Bedrängnis

Aktualisiert am 26.09.2026 – 16:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Jens Spahn (Archivbild): Ein von der „Bild“-Zeitung kurzzeitig veröffentlichtes Foto bringt den Ex-Fraktionschef in Bedrängnis. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

Jens Spahn ist Teil des mächtigen und viel beschäftigten Haushaltsausschusses. In dieser Woche fehlte der CDU-Politiker allerdings und sorgte damit für Kritik.

CDU-Politiker Jens Spahn soll kurz vor einem Rauswurf aus dem Haushaltsausschuss gestanden haben, schreibt der „Spiegel“. Grund dafür ist ein Bild, das ihn mit seinem Sohn am Flughafen der Urlaubsinsel Sardinien zeigt. Die „Bild“ hatte das Foto kurzzeitig veröffentlicht. Als informellen Grund für sein Fehlen in dem Ausschuss – in dem er infolge der Leihmutterschaftsdebatte untergekommen war – habe er angegeben, sich um sein krankes Kind kümmern zu müssen.

Nur eine Intervention des neuen Unionsfraktionsvorsitzenden Thorsten Frei soll den Rauswurf zumindest vorläufig verhindert haben, so der „Spiegel“ unter Berufung auf Parteikreise. Demnach seien mehrere Treffen nötig gewesen, um einen Eklat zu vermeiden.

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Spahns Sprecher erklärte dem Magazin auf Anfrage: „Herr Spahn war in dieser Sitzungswoche am Montag, Donnerstag und Freitag in Berlin und im Bundestag anwesend.“ Am Dienstag und Mittwoch sei er aus familiären Gründen entschuldigt gewesen, es sei wie üblich eine Vertretung für die Sitzung des Haushaltsausschusses organisiert worden. Zu konkreten Abläufen habe er nichts sagen wollen, so der „Spiegel“.

Bei seinen Fraktionskollegen soll Spahns Verhalten gar nicht gut angekommen sein. Sowohl „Spiegel“ als auch „Stern“ berichten von Entsetzen vieler Mitglieder der Arbeitsgruppe Haushalt der Union. Am Freitagmittag habe Spahn dann die Hintergründe für sein Fehlen erläutert und für eine letzte Chance geworben, schreibt der „Stern“ unter Berufung auf Teilnehmer des Treffens. Nun soll Spahn zunächst bis zum Ende des Jahres weiter in der Arbeitsgruppe mitarbeiten.

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