Abschied auf St. Pauli

Wieder verschwindet ein Kultladen vom Kiez


07.05.2026 – 17:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Jemand stöbert in einem Plattenladen (Symbolbild): Das bekannte Geschäft „Cruise Records“ macht dicht. (Quelle: IMAGO/MŸller-Stauffenberg/imago)

Der Plattenladen „Cruise Records“ auf St. Pauli schließt nach fünf Jahren. Fans reagieren bestürzt – und für den Kiez ist es der nächste Abschied eines Szeneorts.

Der nächste bekannte Laden verschwindet vom Hamburger Kiez: Der Plattenladen „Cruise Records“ in der Seilerstraße auf St. Pauli schließt im Sommer. Das teilten die Betreiber am Donnerstag auf Instagram mit. Bis Ende Juni bleibt das Geschäft noch geöffnet, danach ist Schluss.

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„Nach fünf wirklich wundervollen Jahren auf dem Kiez haben wir uns dazu entschieden, den Laden diesen Sommer zu schließen“, schreiben die Betreiber in ihrem Beitrag (Übersetzung aus dem Englischen). Der Laden soll im Mai regulär öffnen, im Juni dann nur noch an Wochenenden. Der Online-Shop bleibt nach Angaben des Unternehmens noch bis Ende des Jahres bestehen.

„Cruise Records“ hatte sich in den vergangenen Jahren vor allem in der Punk-, Hardcore- und Emo-Szene einen Namen gemacht. Verkauft wurden Vinylplatten, Tapes, Fanzines, Bandshirts und Szene-Merch. Der kleine Laden mitten auf St. Pauli galt für viele Kunden nicht nur als Geschäft, sondern auch als Treffpunkt der alternativen Musikszene.

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Unter dem Instagram-Beitrag reagierten viele Fans enttäuscht. „Oh nein – mein Lieblingsplattenladen“, schreibt ein Nutzer. Andere kommentieren mit gebrochenen Herzen, traurigen Emojis oder kurzen Botschaften wie „Oh no“ und „Sehr schade, das zu hören“.

Zum Abschied startet der Laden einen großen Räumungsverkauf. Online läuft der Sale bereits, im Geschäft beginnt er ab Freitag. „Helft uns, die Regale zu leeren“, schreiben die Betreiber – sie könnten unmöglich alles mitnehmen.

Warum „Cruise Records“ schließt, erklären die Betreiber bislang nicht näher. Für St. Pauli ist es erneut der Verlust eines bekannten Szeneorts. Gerade kleine unabhängige Geschäfte auf dem Kiez kämpfen seit Jahren mit steigenden Kosten, hohen Gewerbemieten und wachsender Konkurrenz durch den Onlinehandel.

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