Ende der Woche
Lufthansa-Piloten legen Arbeit nieder – einige Ziele ausgenommen
Aktualisiert am 10.03.2026 – 18:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Neuer Höhepunkt des Arbeitskampfs bei der Lufthansa. Die Piloten treten erneut in den Ausstand. Nur eine Destination wird von den Streiks ausgespart.
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ruft zu Streiks bei Lufthansa und Cityline am Donnerstag und Freitag auf. Bereits zuvor war es im Arbeitskampf bei der Fluglinie zu Ausständen gekommen.
Die Vereinigung Cockpit hatte in der vergangenen Woche wegen der angespannten Situation im Luftverkehr nach Nahost von Streikmaßnahmen abgesehen. Nun sollen Flüge in den arabischen Raum nicht bestreikt werden. Ausdrücklich sind folgende Destinationen vom Arbeitskampf ausgenommen: Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).
In den drei bestreikten Flugbetrieben hatten sich die Piloten in Urabstimmungen für Arbeitskämpfe entschieden. Bei der Gesellschaft Eurowings läuft eine entsprechende Abstimmung am kommenden Montag (16. März) aus. An dem Streik in der laufenden Woche werden sich die Eurowings-Beschäftigten daher nicht beteiligen.
Hintergrund des Arbeitskampfes sind der Gewerkschaft zufolge ergebnislose Verhandlungen über die Betriebsrenten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo. Laut VC-Präsident Andreas Pinheiro liegt weiterhin kein Angebot vor. „Es hilft nicht, wenn die Gegenseite nur Gesprächsbereitschaft signalisiert, aber nicht über substanzielle Verbesserungen der betrieblichen Altersversorgung sprechen möchte.“ Der Sprecher der Tarifkommission, Arne Karstens, erklärte: „Sieben Verhandlungsrunden, lange Bedenkzeiten und sogar ein vermittelndes Angebot – all das hat der Arbeitgeber verstreichen lassen. Jetzt reden wir erst weiter, wenn ein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt.“
Die Cityline erledigt für die Kerngesellschaft Lufthansa regionale Zubringerflüge. Sie betreibt 30 Jets und beschäftigt an die 500 Pilotinnen und Piloten. Der Flugbetrieb der Gesellschaft soll nach Aussagen des Konzern-Managements im kommenden Jahr auslaufen. Ihre Verbindungen sollen bis dahin auf die neue, fast namensgleiche Unternehmenstochter Lufthansa City Airlines übergehen.










