„Wir sind stolz auf dich“
Einreise-Probleme, dann Marathon-Gold: Petros läuft allen davon
16.08.2026 – 16:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Erst nach zwei Tagen Reise kommt Petros wegen Einreiseproblemen in Birmingham an – dann gewinnt er den EM-Marathon. Ab Kilometer 25 folgt ihm niemand mehr.
Amanal Petros ist Europameister im Marathon. Der 31-Jährige, der für Hannover 96 startet, gewann den Lauf über 42,195 Kilometer bei der Leichtathletik-EM in Birmingham in 2:09:11 Stunden – und einem Meisterschaftsrekord. Nach eigenen Angaben war Petros wegen Einreiseproblemen erst am Vortag des Rennens in der britischen Stadt angekommen.
Petros berichtete, er sei zwei Tage lang unterwegs gewesen. „Es hat sehr, sehr lange gedauert, es war furchtbar. Zwei Tage lang waren wir unterwegs, hin und her“, sagte er nach dem Rennen. Die Einreise sei schließlich geklärt worden – Petros zufolge mithilfe des Deutschen Leichtathletik-Verbands. „Ich habe dem DLV zu danken, der DLV hat das geklärt“, sagte er.
Hannoveraner von Beginn an in der Spitzengruppe dabei
Von Beginn an war der Hannoveraner in der Spitzengruppe dabei. Im Rennen verschärfte Petros nach rund 25 Kilometern an einer Bergaufpassage das Tempo und setzte sich von der Spitzengruppe ab. Von da an lief er allein in Führung, die komfortabel war – und am Ende doch noch auf sieben Sekunden schrumpfte. Zweiter wurde der Italiener Pietro Riva in 2:09:18 Stunden.
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Die weiteren deutschen Starter Samuel Fitwi und Richard Ringer fielen zurück und kamen als Neunter und Zehnter ins Ziel. In der Teamwertung belegte Deutschland Platz zwei hinter Israel.
„Du bist einfach unglaublich, Amanal“, schreibt der Deutsche Leichtathletik-Verband in den sozialen Medien. Und auch sein Verein reagiert auf den Post: „Herzlichen Glückwunsch, Amanal. Wir sind stolz auf dich“, heißt es da.
Petros holt fünftes Gold für Deutschland
Ringer, der 2022 in München Marathon-Europameister geworden war, erklärte, er sei trotz eines stechenden Schmerzes im Oberschenkel bis ins Ziel gelaufen. Das verpasste Team-Gold enttäusche ihn.
Für das DLV-Team war es der fünfte Titel bei dieser EM – eine deutlich bessere Ausbeute als bei der EM 2024 in Rom, wo Deutschland einmal Gold geholt hatte. Bei den Frauen gewann die Finnin Alisa Vainio den Marathon in 2:22:26 Stunden. Beste Deutsche war Laura Hottenrott als 16. in 2:31:15 Stunden.
