Trockenheit mit Folgen

Bodensee-Pegelstand sinkt unter 2,50 Meter

Aktualisiert am 05.10.2026 – 03:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Der wenige Niederschalg hat Folgen für Deutschlands größten See. (Symbolbild) (Quelle: Marius Bulling/onw-images/dpa/dpa-bilder)

Wegen der anhaltenden Trockenheit fällt der Bodensee-Pegelstand unter 2,50 Meter – ein für diese Jahreszeit sehr niedriger Wert. Wann wird der Allzeitrekord gebrochen?

Der Bodensee-Pegelstand ist unter die Marke von 2,50 Metern gefallen. Am Wochenende wurden am Pegel Konstanz 2,49 Meter gemessen. Der Wasserstand liegt derzeit auf einem für die Jahreszeit extrem niedrigen Niveau.

Wegen der anhaltenden Trockenheit und des natürlichen Jahresrhythmus der Bodensee-Wasserstände rechnet die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) in den kommenden Wochen mit einem weiteren Absinken.

Sorgen um Bodensee-Pegelstand: DWD rechnet mit Regentagen

Für die ungewöhnliche Situation in Deutschlands größtem See gibt es mehrere Gründe. Nach Angaben der LUBW fehlte nach einem schneearmen Winter das Schmelzwasser aus den Alpen. Dazu kamen seit Monaten zu geringe Niederschläge und eine hohe Verdunstung während des warmen Sommers.

Der Bodensee ist für die Jahreszeit auffällig warm. Doch nicht nur die Temperatur fällt aus dem Rahmen: Auch der Pegel erreicht besondere Werte. (Quelle: Marius Bulling/imago)

Laut einem Sprecher des Deutschen Wetterdienst (DWD) erwarten den Bodensee allerdings ein paar Regentage. Zu Wochenbeginn und auch am Donnerstag sei mit „nennenswertem, reichlichem Regen“ zu rechnen. Ob die Niederschläge die Pegelstände am Bodensee wieder steigen lassen, konnte der DWD-Meteorologe bislang nicht abschätzen.

Niedriger Pegelstand des Bodensees: Allzeitrekord in Sicht?

Ein Allzeitrekord ist der aktuelle Pegelstand allerdings nicht: Die niedrigsten Wasserstände erreicht der Bodensee üblicherweise erst im Winter. Nach Angaben des Niedrigwasser-Informationszentrums Baden-Württemberg wurde der niedrigste Wasserstand seit Beginn der Auswertung 1850 mit 2,26 Metern Ende Februar und Anfang März 1858 gemessen.

Bei sonnigem Spätsommerwetter am Bodensee liegen einige Boote aufgrund des niedrigen Wasserstands auf dem Trockenen. (Quelle: Marius Bulling/onw-images/dpa/dpa-bilder)

Der Bodensee folgt einem natürlichen Jahresrhythmus. Nach den meist hohen Wasserständen im Frühsommer und Sommer gehen die Zuflüsse zum Spätsommer zurück. Im Herbst und Winter fällt ein großer Teil des Niederschlags in den Alpen als Schnee und wird zunächst gespeichert. Entsprechend sinkt der Wasserstand normalerweise weiter, bevor er mit der Schneeschmelze im Frühjahr wieder steigt.

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