Paukenschlag im Mordprozess
Als Fabian gefunden wurde, äußerte sein Vater einen Verdacht
01.07.2026 – 17:22 UhrLesedauer: 3 Min.
In Rostock wird der Mord am achtjährigen Fabian verhandelt. Dessen Vater erklärte vor Gericht, an die Unschuld der Angeklagten zu glauben. Doch das war wohl nicht immer so.
Bisher hat Matthias R., der Vater des getöteten Fabian, die Angeklagte in dem Mordprozess stets in Schutz genommen. Am Mittwoch sagte nun ein langjähriger Freund von R. vor Gericht aus – und ließ kaum etwas Gutes an der Beschuldigten.
Gina H. und Matthias R. sind nach dem Mord an Fabian wieder in einer Beziehung – zuvor hatten sie sich getrennt. Er habe Gina H. immer als sehr eifersüchtig und kontrollierend erlebt, hatte der Zeuge bereits der Polizei gesagt. Vor Gericht führte er jetzt weiter aus: Matthias R. habe ihm selbst gesagt, dass er das Gefühl gehabt habe, dass Gina H. versucht habe, den Kontakt zwischen Vater und Sohn zu verhindern. „Fabian war ein Trennungsgrund“, zitierte die „Bild“-Zeitung aus der Aussage des Zeugen.
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Laut „Stern“ schüttelte Fabians Vater im Zuschauerraum während der Zeugenaussage immer wieder mit dem Kopf – und hörte schließlich, wie sein Freund um kurz vor 13 Uhr zum vielleicht brisantesten Teil seiner Aussage kam.

Am Abend des 14. Oktober, nachdem Fabians Leiche gefunden worden war, habe er mit R. telefoniert, sagte der Zeuge. Und da habe R. den Verdacht geäußert, dass Gina H. etwas mit dem Mord zu tun haben könnte. „Er war klar und orientiert“, sagte der Zeuge weiter über R. – und widersprach damit einer Aussage von R. selbst, der vor Gericht erklärt hatte, an diesem Abend völlig betrunken gewesen zu sein.
Fabian starb durch sechs Messerstiche
Erst Anfang des Jahres habe Fabians Vater ihm dann gesagt, dass er nun davon ausgehe, dass die 30 Jahre alte Angeklagte nichts mit der Tat zu tun habe und dies auch ohne einen Beweis ihrer Schuld nicht glaube.
Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl mit sechs Messerstichen getötet und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt zu haben. Die Frau schweigt bislang zu den Vorwürfen, will sich aber nach Angaben ihrer Verteidiger im August äußern. Fabians Mutter nimmt als Nebenklägerin an dem Prozess teil, der bis zum 10. September terminiert ist.











