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Home » El Niño: Nasa fürchtet „ein Riesending“
Panorama

El Niño: Nasa fürchtet „ein Riesending“

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 1, 2026
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El Niño: Nasa fürchtet „ein Riesending“

„Deutlich relevanter“: Darum ist die Meeresspiegelhöhe so wichtig

Die Messung der Meeresoberflächenhöhe geht den Nasa-Wissenschaftlern zufolge über die reine Messung der Oberflächentemperatur hinaus. Denn sie zeigt auch an, wie viel Wärme unterhalb der Oberfläche gespeichert ist. Das ist laut Nasa wichtig, weil eine dünne, warme Oberflächenschicht Klima und Wetter möglicherweise weniger stark beeinflusst, wohingegen ein großes Wärmereservoir unter der Oberfläche „deutlich relevanter“ sein könne.

Hungersnot in Somalia (Archivbild): El Niño vernichtet Ernten in Ostafrika. (Quelle: Mohamed Sheikh Nor/dpa)

So wirkt El Niño

Normalerweise treiben Passatwinde im Pazifik das Oberflächenwasser von Ost nach West. Unterwegs wird das Wasser von der Sonne erhitzt, es kommt also erwärmt in Südostasien an. Vor Südamerika gelangt hingegen kaltes, nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche. Alle paar Jahre bringt El Niño dieses System durcheinander: Die Luftdruckverhältnisse ändern sich, die Passatwinde wehen schwächer oder drehen sich sogar um. Nun erwärmt sich das Wasser vor Südamerika, die Verdunstung nimmt zu und es kommt zu Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen. Währenddessen hat El Niño in Südostasien den gegenteiligen Effekt: Dort drohen Dürren und durch die starke Trockenheit begünstigte Waldbrände.

Die deutsche Max-Planck-Gesellschaft fürchtet ebenfalls, dass der aktuelle El Niño sich bis zum Jahresende zu einem besonders starken Phänomen entwickeln könnte, auch wenn sich die Stärke eines El Niño erst am Ende des Sommers zuverlässig vorhersagen lasse.

imago images 0775171170Vergrößern des Bildes
Schäden durch El Niño (Archivbild): In einigen Weltregionen führt das Phänomen zu Dürren, in anderen zu Starkregen. (Quelle: IMAGO/Archivo EL TIEMPO/imago)

Ein Ereignis wie 1997 – oder noch schlimmer?

Sicher ist indes, dass die Folgen massiv wären. Schon bei einem normalen El Niño sind die Auswirkungen immens: Überschwemmungen an der Westküste Südamerikas, starke Dürren und Waldbrände in Indonesien und Australien, mehr starke Wirbelstürme im Pazifik und kalte Spätwinter in Europa.

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Ein starker El Niño würde Niederschläge und Stürme noch intensivieren, denn beide hängen laut Max-Planck-Gesellschaft stark von der Oberflächentemperatur des Meeres ab.

Der Nasa zufolge ähneln die derzeit gemessenen Daten zum Teil jenen aus dem Jahr 1997. Damals starben laut Weltbank 23.000 Menschen durch Naturkatastrophen, die Armutsquote stieg in besonders betroffenen Ländern um bis zu 15 Prozent und die wirtschaftlichen Folgekosten beliefen sich auf rund 45 Milliarden US-Dollar.

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