„Vollgestopft bis unters Dach mit Cortison“
Patrice Aminati wehrt sich gegen Kommentare zu ihrem Aussehen
15.06.2026 – 14:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Offen spricht sie im Netz, bei Veranstaltungen oder im TV über ihre Krebserkrankung. Regelmäßig wird Patrice Aminati dabei mit oberflächlichen Kommentaren konfrontiert.
Patrice Aminati kämpft seit drei Jahren gegen schwarzen Hautkrebs. Die 31-Jährige befindet sich in palliativer Behandlung und teilt auf Instagram regelmäßig Einblicke in ihren Alltag mit der Krankheit. Nun hat sie auf den Kommentar einer Userin unter einem ihrer Beiträge reagiert.
Sie hatte am Wochenende ein Video hochgeladen, um auf ihre bevorstehende Auszeichnung mit dem „Ring of Courage“ aufmerksam zu machen. Diesen erhält Aminati für ihre offene Kommunikation über „ihre metastasierte Hautkrebserkrankung – über Angst, Hoffnung, schöne Momente und schwere Tage“. Weiter hieß es: „Sie macht sichtbar, worüber viele lieber schweigen, und schenkt Menschen mit und nach Krebs etwas Unbezahlbares: das Gefühl, nicht allein zu sein.“
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Darunter schrieb jedenfalls eine Nutzerin: „Bitte unbedingt noch an ein gutes Make-up denken.“ Patrice Aminati kommentierte dies so: „Ich gebe seit Jahren mein Bestes die Erkrankung ‚wegzuschminken‘ – drei Jahre Krebstherapie nonstop und monatelange Einnahme von Cortison und diversen Krebsmedikamenten lassen sich nicht ganz verbergen.“ An die Userin gewandt schrieb sie noch: „Dir und allen Mitlesern alles Gute und vor allem Gesundheit.“
„Dann solltet ihr einfach den Mund halten“
In einer Instagram-Story wurde Patrice Aminati, die mit dem Moderator Daniel Aminati eine fast vierjährige Tochter hat, noch deutlicher: „So liebe Freunde der gepflegten Kommentarspalte. Jetzt will ich hier meine Mails checken und lese sowas. Ich muss mal mit euch schimpfen. Was schreibt ihr denn unter Beiträge von Leuten, die ernsthaft krank sind? Wenn ihr nichts Nettes zu sagen hat, dann solltet ihr einfach den Mund halten.“
Auf einen weiteren kritischen Kommentar antwortete sie: „Wenn du mich kennen würdest, wüsstest du, dass ich nicht aussehe, wie das blühende Leben. Ich trage eine Perücke, habe nach vielen Hirnbestrahlungen Wassereinlagerungen und ein aufgequollenes Gesicht von monatelanger Cortinsoneinnahme.“ Sie sei „vollgestopft bis unters Dach mit Cortison“, so Aminati. „Natürlich habe ich irgendwann das Mondgesicht und gehe auf wie so ein Hefezopf. Obwohl ich jeden Tag Sport mache und literweise Wasser trinke.“
