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Home » Patentante verschickte Schreiben an Medien vor Bluttat
Panorama

Patentante verschickte Schreiben an Medien vor Bluttat

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 1, 2026
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Patentante verschickte Schreiben an Medien vor Bluttat

20-seitiges Dokument

Drei Tage vor Bluttat in Stade wurde brisantes Schreiben verschickt


Aktualisiert am 01.07.2026 – 12:33 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Ein Polizeiauto steht nahe einem Gebäude der Jugendeinrichtung in Stade, in der sechs Menschen erschossen wurden. (Quelle: Kai Moorschlatt/dpa)

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Nach der Bluttat in Stade sitzt der mutmaßliche Schütze in Untersuchungshaft. Kurz vor der Tat hat eine Vertraute des Mannes ein Schreiben an mehrere Medien verschickt.

Nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Schützen erwirkt. Sie wirft dem Beschuldigten sechsfachen Mord vor.

Die Staatsanwaltschaft sieht nach eigenen Angaben Mordmerkmale, insbesondere Heimtücke und niedrige Beweggründe, als erfüllt an. Nachdem das Amtsgericht Stade am vergangenen Dienstag den Haftbefehl erlassen hatte, wurde der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

  • „Extrem kaltblütige Gewalttat“: Ermittler nennen neue Details zum Schützen von Stade
  • Verletzungen entdeckt: Gegen mutmaßlichen Schützen von Stade lief bereits Verfahren

Zwei Frauen kommen aus dem Gewahrsam

Gegen die beiden Frauen, die im Zusammenhang mit der Tat vorläufig festgenommen worden waren, beantragte die Staatsanwaltschaft hingegen keine Untersuchungshaft. Sie wurden aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Zu den laufenden Ermittlungen wollen die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen sowie zum Schutz der Opfer und ihrer Angehörigen keine Angaben machen.

Mutmaßliche Fahrerin des Fluchtwagens versendet Schreiben

Unterdessen wurde bekannt, dass nur drei Tage vor der Tat die mutmaßliche Fahrerin des Fluchtwagens ein 20-seitiges Schreiben an mehrere Medien verschickt haben soll. Das berichtet unter anderem RTL.

Das Dokument mit dem Titel „Chronologie eines Albtraums“ stammt dem Bericht zufolge von der Patentante der drei Monate alten Tochter des mutmaßlichen Schützen. Darin schildert sie den Streit um das Kind aus Sicht des Vaters und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Medizinische Hochschule Hannover, das Jugendamt und weitere Behörden. Drohungen enthält das Schreiben nach Angaben von RTL nicht.

Im Video | Video zeigt Festnahme des Tatverdächtigen

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Patentante des Babys nimmt mutmaßlichen Täter in Schutz

Nach Darstellung der Patentante begann der Konflikt nach einem Krankenhausaufenthalt des Säuglings im April. Das Baby sei wegen Hirnblutungen behandelt worden. Ärzte hätten laut dem Schreiben den Verdacht auf ein Schütteltrauma geäußert. Sie wies im Namen der Familie diesen Vorwurf zurück und führte die Verletzungen auf einen angeblich unbeabsichtigten Zusammenstoß zwischen Vater und Kind zurück.

In dem Dokument stellt die Verfasserin den mutmaßlichen Schützen als fürsorglichen Vater dar und wirft Klinik, Jugendamt und Justiz Fehlentscheidungen sowie Widersprüche vor. Viele ihrer Vorwürfe formulierte sie als Fragen: „Welche medizinische Indikation gab es für die Ankündigung der Notoperation?“, zitiert RTL aus dem Schreiben, oder: „Warum wurde eine Inobhutnahme veranlasst?“ Belege für die Behauptungen und Vorwürfe der Frau, die am Tattag den Fluchtwagen des Schützen gefahren hat, gibt es nicht.

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