Hantavirus auf Kreuzfahrschiff
Passagiere als Hochrisiko-Kontakte eingestuft
10.05.2026 – 04:49 UhrLesedauer: 1 Min.
Am Sonntag sollen die Passagiere der „MV Hondius“ nach einem Hantavirus-Ausbruch von Bord dürfen. Es gelten aber strenge Auflagen.
Drei Menschen sind nach einem Hantavirus-Ausbruch auf der „MV Hondius“ gestorben. Nun gelten alle Passagiere als Hochrisiko-Kontaktpersonen und sollen unter strengen Auflagen in ihre Heimatländer zurückkehren.
Am Samstag stufte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) alle Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs nach einem Hantavirus-Ausbruch als Kontaktpersonen mit hohem Risiko ein. Die „MV Hondius“ wird am Sonntag vor der spanischen Insel Teneriffa erwartet.
Passagiere ohne Symptome sollen mit eigens organisierten Transporten in ihre Heimatländer gebracht werden. Dort müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Reguläre Linienflüge seien für die Rückreise nicht vorgesehen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits am Freitag von acht bestätigten Krankheitsfällen berichtet. Drei Menschen starben demnach infolge der Infektion. Unter den Todesopfern befindet sich laut WHO auch ein deutscher Staatsbürger.
Die Evakuierung der Passagiere soll den Angaben zufolge am Sonntagmorgen zwischen 07.30 Uhr und 08.00 Uhr MEZ beginnen. Gesundheitsbehörden koordinieren derzeit die Rückführung und weitere Schutzmaßnahmen.
Das Hantavirus wird normalerweise durch Nagetiere übertragen. In seltenen Fällen kann das Virus jedoch auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Die Behörden betonen dennoch, das Risiko einer größeren Ausbreitung sei gering.











