Marodes Parkhaus
Fahrräder statt Autos? Neue Pläne für Tiefgarage am Kölner Dom
21.04.2026 – 11:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Sanierung der Tiefgarage am Kölner Dom ist unumgänglich. Geht es nach Grünen, SPD und Linken, könnte es künftig weniger Parkplätze geben.
Die Tiefgarage am Kölner Dom soll nach ihrer Sanierung möglicherweise auch neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bieten. Das fordern Grüne, SPD und Linke in einem gemeinsamen Antrag, der bereits vom Hauptausschuss der Stadt Köln beschlossen wurde. Die entsprechende Vorlage soll zeitnah auch im Kölner Rat diskutiert werden, wenn es um die notwendigen Bauarbeiten am maroden Parkhaus geht.
Konkret beauftragten die drei Fraktionen die Verwaltung damit, die Umwandlung von bisherigen Parkplätzen zu Abstellflächen für Fahrräder zu prüfen. Diese sollen dann, ebenso wie die Parkplätze, kostenpflichtig sein. Grüne, SPD und Linke sehen in der Generalsanierung eine Chance, die Infrastruktur am Dom „an die Anforderungen einer modernen, nachhaltigen und vernetzten Mobilität anzupassen.“
Tiefgarage am Kölner Dom: Wegfall von Parkplätzen soll geprüft werden
Die Tiefgarage am Kölner Dom ist bereits seit Jahren marode, besonders betroffen sind die Bauteile C und D. Bis zum Herbst 2026 sollen kurzfristige Arbeiten abgeschlossen sein, um die Tragfähigkeit der Tiefgarage sicherzustellen. Bereits jetzt sind aufgrund der maroden Säulen 520 Parkplätze abgesperrt. Im Rahmen von weiteren Untersuchungen soll geklärt werden, wie umfangreich die Generalsanierung ausfallen muss.
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Grüne, SPD und Linke fordern in ihrem Antrag, die Kosten für die Generalsanierung möglichst gering zu halten und der Politik mehrere Varianten vorzulegen. Außerdem soll anhand von Auslastungszahlen überprüft werden, ob die bisherige Anzahl an Parkplätzen wirklich benötigt wird. Auch soll überprüft werden, ob durch eine Umwandlung in Fahrradstellplätze Kosten eingespart werden können.
Fahrräder statt Autos? Plan für Tiefgarage am Kölner Dom verblüfft
Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Lino Hammer (Grüne) sagte: „Wir bauen jetzt die Infrastruktur für die nächste Generation, daher müssen wir über den Status quo hinausdenken. Unser Ziel bei der Domgarage ist: sanieren, weiterdenken und Köln fit machen für die Zukunft.“
Ein weiterer Grund für den Antrag sei die mittlerweile deutlich verbesserte Fahrradinfrastruktur im Umfeld des Kölner Doms. Dadurch würde die Nachfrage nach „sicheren, zentralen und wettergeschützten Abstellmöglichkeiten“ steigen, heißt es weiter.
Marode Tiefgarage am Kölner Dom: Millionenprojekt steht an
Die Verantwortlichen bei der Stadt stehen dabei unter Zeitdruck. Spätestens im November 2026 müssen die kurzfristigen Maßnahmen erledigt sein, um Einschränkungen für den Weihnachtsmarkt auf dem Roncalliplatz zu vermeiden. Dieser wird jährlich von mehreren Millionen Menschen besucht.
Zeitgleich ist weiterhin unklar, wie die Anreise der Gäste für das Dom-Hotel ablaufen soll. Das Luxushotel soll noch im Jahr 2026 eröffnen. Die geplante Anreise der Gäste durch die Tiefgarage am Kölner Dom gestaltet sich angesichts der Bauarbeiten als schwierig. Als Alternative wurde bis zur Fertigstellung der Sanierung eine Anfahrt direkt über den Roncalliplatz diskutiert.











