Schockierende Vorfälle

Wiesn-Attraktion droht mit Gefängnisstrafe


19.09.2026 – 11:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Promis auf dem "Teufelsrad" (Archivfoto): Die Attraktion ist auch bei Stars beliebt.

Promis auf dem „Teufelsrad“ (Archivfoto): Die Attraktion ist auch bei Stars beliebt. (Quelle: imago/imago)

Die Wiesn-Attraktion „Teufelsrad“ fällt auch in diesem Jahr auf. Offenbar kursieren zahlreiche Videos im Netz. Die Betreiber reagieren mit einer deutlichen Warnung.

Die Spanner-Vorfälle der vergangenen Jahre haben die „Teufelsrad“-Betreiberin wohl zu einer verschärften Maßnahme gezwungen: Am Eingang des „Teufelsrads“, bei dem Besucher auf einer rotierenden Platte das Gleichgewicht halten müssen, bleibt es dieses Jahr nicht bei einer Bitte, sich zurückzuhalten.

Ein Schild neben dem Kassenbereich droht Besuchern zudem explizit, dass das sogenannte Upskirting mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren enden könne. Die Zettel tragen die Überschriften „Sei fair und respektvoll!“ und „Sei aufmerksam und solidarisch!“. Darauf steht: „Videos und Stills von anderen Personen ohne deren Erlaubnis, insbesondere das Stellen ins Internet, sind bei uns verboten. Das verletzt u. a. das Recht am eigenen Bild und ist eine Straftat (z. B. nach § 201a StGB).“

Eingang am „Teufelsrad“ am Samstagmorgen: Besucher werden hier vor dem Begehen einer Straftat gewarnt. (Quelle: Philip Buchen/t-online)

Den Wortlaut auf den informierenden Schildern neben der Kasse habe die Stadt München vorgegeben, sagte Betreiberin Elisabeth Polaczy der Münchner Lokalredaktion von t-online vor zwei Jahren. Diese Schilder gibt es in der Form schon seit 2024, dazugekommen ist offenbar ein Plakat der Oktoberfest-Veranstalter und des Polizeipräsidiums München: Es warnt auf Deutsch und Englisch: „Upskirting ist eine Straftat!“ Die Montage zeigt eine ein Smartphone-haltende Hand vor einem Dirndl-Rock.

„Teufelsrad“ auf der Wiesn: Betreiber drohen mit Gefängnisstrafe

Schon in den vergangenen Jahren hatte die Betreiberin angekündigt, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen, wenn sie von unerlaubten Aufnahmen erfährt oder Beschwerden darüber erhält. Besucher werden auch in diesem Jahr außerdem gebeten, auf andere zu achten und das Team anzusprechen, wenn Hilfe gebraucht wird.

Elisabeth Polaczy, Inhaberin des „Teufelsrad“ (Archivfoto): Sie verantwortet das beliebte Fahrgeschäft. (Quelle: IMAGO/Stefan M. Prager/imago)

Am Freitag hatte die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) berichtet, dass in den Sozialen Medien zehntausende mutmaßlich illegale intime Videos von teils entblößten Oktoberfest-Besucherinnen aufgetaucht waren – alle am „Teufelsrad“ aufgenommen.

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