24.04.2026 – 08:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Die fragile Waffenruhe im Krieg im Iran macht die Anleger offenbar nervös. Der Ölpreis ist erneut gestiegen.
Die Furcht vor einer erneuten militärischen Eskalation im Nahen Osten hat den Ölpreis am Freitag angeschoben. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuerten sich in der Spitze um knapp zwei Prozent auf 107,02 beziehungsweise 97,60 Dollar je Fass. Anleger zweifelten daran, dass die aktuelle Waffenruhe im Iran-Krieg halten wird.
Der Iran demonstrierte am Donnerstag seine Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus mit einem Video, das ein Schnellboot beim Sturm auf ein riesiges Frachtschiff zeigte. Gleichzeitig erklärte US-Präsident Donald Trump, er habe der Marine befohlen, iranische Boote, die Minen in der Straße legten, „abzuschießen und zu töten“ und die Minenräumungsaktivitäten zu verstärken. Ein Waffenstillstand in Verbindung mit einer Blockade und anhaltenden Spannungen werfe Fragen auf, sagte Vishnu Varathan, Leiter der Makrostrategie für den asiatisch-pazifischen Raum bei Mizuho.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar sind die Ölpreise deutlich in die Höhe geschnellt, da der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen ist. Vor dem militärischen Konflikt wurde ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssiggases durch die Meerenge am Persischen Golf transportiert.
Trump hatte die seit dem 8. April geltende Feuerpause mit dem Iran zuletzt auf unbestimmte Zeit verlängert, um weitere Gespräche zu ermöglichen. Momentan ist jedoch ungewiss, ob und wann die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder aufgenommen werden.










