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Home » Norbert Röttgen bei „Illner“: Trump sucht Sündenbock
Politik

Norbert Röttgen bei „Illner“: Trump sucht Sündenbock

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 10, 2026
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Norbert Röttgen bei „Illner“: Trump sucht Sündenbock

Iran-Krieg Thema bei „Maybrit Illner“

Röttgen: Trump will Europa zum Sündenbock machen


10.04.2026 – 03:06 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

CDU-Politiker Norbert Röttgen: Er will Deutschland nicht in den Krieg gegen den Iran reinziehen lassen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/imago)

Norbert Röttgen warnt, dass Donald Trump Europa im Iran-Krieg Schuld zuschieben will. Mark Rutte hatte Trump gelobt – Carlo Masala sieht dafür keinerlei Anlass.

Nach dem Waffenstillstand im Iran tobt der Kampf um die Deutungshoheit über den Krieg. Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat nach seinem über zweistündigen Treffen mit Donald Trump die Führung des US-Präsidenten gelobt. Die Welt sei jetzt definitiv sicherer. „Wahr ist daran nichts“, widersprach Militärexperte Carlo Masala am Donnerstagabend bei „Maybrit Illner“: „Für die Europäer hat sich die Sicherheitssituation kein Jota verbessert durch diesen Krieg.“

Ruttes Job sei es, Trump zu „bespaßen“, sagte Masala in der Sendung zum Thema „Sieg, Niederlage oder Chaos – was hat Trump erreicht?“ Die USA hätten im Iran in ganz vielen Fragen eine strategische Niederlage erlitten. Nun müsse sich herausstellen, was beim Waffenstillstand tatsächlich vereinbart worden sei und was bei den jetzigen Verhandlungen herauskommen werde.

Was der Iran-Krieg für Europa und die Weltwirtschaft bedeute, entscheide sich an der Straße von Hormus, sagte der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen bei „Maybrit Illner“. Angesichts von Medienberichten zu einem angeblichen Ultimatum Trumps an die europäischen Nato-Partner, sich militärisch an einer Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen, sagte Röttgen, die USA würden dort ja selbst nicht in Erscheinung treten.

Seine Vermutung: Trump will Europa einen Teil der Schuld am Ausgang des Iran-Kriegs zuschieben. Wenn es schiefgehe, könne der Republikaner behaupten, die Europäer hätten versagt. „Wir werden nicht Beteiligter dieses Krieges werden“, bekräftigte das Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Doch wenn der Krieg vorüber sei, blieben Themen, die Deutschland massiv beträfen. „Dieser Krieg geht es uns verdammt viel an“, sagte Röttgen, auch unter Verweis auf die Spritpreise. „Wir sind auch Geiseln der Straße von Hormus.“

„Es wird einen anderen Nahen Osten geben“, erwartete Röttgen. „Das ist ein neuer Naher Osten, der entstehen wird.“ Die aus den USA zugeschaltete Reporterin Souad Mekhennet von der „Washington Post“ attestierte Europa in diesem Zusammenhang einen massiven Verlust an Glaubwürdigkeit unter den arabischen Staaten. Denn trotz der engen Wirtschaftsbeziehungen habe Europa diesen Ländern nicht bei der Verteidigung gegen den Iran geholfen.

Wolle Europa künftig eine Rolle im Nahen Osten spielen, sollte es diese Unterstützung nachholen, regte die Expertin bei „Maybrit Illner“ an. Solch ein Engagement könne bei Trump gut ankommen und sei ein Weg für die Europäer, zwar nicht in den Krieg einzusteigen und trotzdem eine Rolle in der Region zu spielen. Der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) unterstützte diese Forderung. Damit ließe sich das kaputte Verhältnis zu den arabischen Staaten reparieren.

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