Unerwartete Zutat

In diesen Lebensmitteln versteckt sich Alkohol


Aktualisiert am 16.04.2026 – 07:31 UhrLesedauer: 3 Min.

Kefir: Das Produkt enthält von Natur aus Alkohol.

Kefir: Das Produkt enthält von Natur aus Alkohol. (Quelle: Fascinadora/getty-images-bilder)

Zimtschnecken und Milchbrötchen sind beliebt bei Erwachsenen und Kindern. Doch sie können Alkohol enthalten – wie viele andere Lebensmittel auch.

Wenn Sie auf Alkohol verzichten möchten oder müssen, sollten Sie nicht nur bei Ihrer Getränkewahl Acht geben. Auch in einigen Lebensmitteln wie Brot, Saft und Suppe kann sich Alkohol verbergen – und dieser ist nicht immer auf der Verpackung ausgewiesen. Warum ist er in einigen Speisen enthalten? Und wie kann man erkennen, dass er drinsteckt?

In einigen Lebensmitteln ist von Natur aus Alkohol enthalten. Dazu gehören unter anderem:

Sowohl in Früchten als auch in Fruchtsäften (bis zu 0,38 Volumenprozent pro Liter) und im Brot findet ein natürlicher Gärungsprozess statt, bei dem Alkohol entsteht. Im Kefir ist ein Pilz enthalten, der mithilfe des Milchzuckers Alkohol produziert – teilweise bis zu zwei Volumenprozent. Essigbakterien verwandeln Alkohol mithilfe von Sauerstoff in Essig. Das Endprodukt, wie Apfel-, Branntwein- oder Weinessig, enthält daher sehr geringe Mengen an Alkohol – zwischen 0,2 und 1,5 Volumenprozent.

Der natürliche Alkoholgehalt in den Lebensmitteln liegt oftmals bei unter 0,3 Volumenprozent. Bei sehr reifen Bananen kann er allerdings auf bis zu 0,6 Volumenprozent steigen, bei Traubensaft auf bis zu einem Volumenprozent und bei Kefir je nach Lagerung sogar bis zu zwei Volumenprozent. Aufgrund der relativ geringen Menge ist er geschmacklich nicht wahrnehmbar und gilt auch als unbedenklich, solange die Lebensmittel in moderaten Mengen verzehrt werden. Dementsprechend findet auch keine Kennzeichnung zum Alkoholgehalt statt.

Laut Bayerischem Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und t-online-Recherchen steckt in folgenden Lebensmitteln teilweise unerwartet Alkohol:

Auch bestimmte E-Nummern deuten auf Alkohol hin. Hierzu gehören zum Beispiel E334 (Weinsäure) und E1519 (Benzylalkohol oder Phenylmethanol). Sie sind jedoch in so geringen Mengen in den Produkten enthalten, dass Sie die Lebensmittel bedenkenlos konsumieren können.

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