Großes SUV

BMWs neuer X5 fährt mit fünf Antrieben vor


01.07.2026 – 10:20 UhrLesedauer: 3 Min.

Neuzugang: Der BMW X5 und die Elektrovariante iX5 nutzen viel Technik des kleinen Bruders iX3. (Quelle: BMW/UWE FISCHER)

Der neue BMW X5 orientiert sich optisch am elektrischen iX3. Technisch verfolgt er aber einen anderen Ansatz: Statt auf einen einzigen Antrieb setzt BMW gleich auf fünf verschiedene Konzepte.

Auf den ersten Blick könnte man den neuen BMW X5 für einen gewachsenen iX3 halten. Die Front, das Cockpit und viele Details folgen der sogenannten Neuen Klasse, der neuen Designsprache des Münchner Autobauers. Technisch schlägt das große SUV jedoch einen anderen Weg ein. Statt sich auf den Elektroantrieb festzulegen, bietet BMW den X5 künftig mit gleich fünf Antriebskonzepten an – vom Diesel über Plug-in-Hybride bis zum Elektroantrieb. Später soll sogar eine Wasserstoffversion folgen.

Der X5 gehört seit mehr als 25 Jahren zu den wichtigsten Modellen der Marke und wird weltweit verkauft. Gleichzeitig verändern sich die Märkte rasant. Während in China etwa E-Modelle an Bedeutung gewinnen, spielen in anderen Regionen Verbrennungsmotoren weiterhin eine wichtige Rolle. Mit dem neuen X5 will BMW möglichst viele Kunden erreichen – unabhängig davon, für welchen Antrieb sie sich entscheiden.

Die Antriebe im Überblick

  • Benziner: X5 40 xDrive mit 400 PS
  • Diesel: X5 40d xDrive mit 313 PS
  • Plug-in-Hybrid: X5 50e xDrive mit 498 PS und bis zu 102 Kilometern elektrischer Reichweite sowie X5 M60e xDrive mit 612 PS und bis zu 98 Kilometern elektrischer Reichweite
  • Elektro: iX5 60 xDrive mit 578 PS, 141-kWh-Batterie und bis zu 645 Kilometern Reichweite

Ab 2028 soll außerdem der iX5 Hydrogen mit Brennstoffzelle folgen. Laut BMW sind damit Reichweiten von bis zu 750 Kilometern möglich.

Auch BMW steht unter Druck: Erst vor wenigen Tagen senkte der Hersteller seine Jahresprognose und verwies unter anderem auf die schwächere Nachfrage in China. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten und eine unklare Zollpolitik. Ein Modell, das sich mit unterschiedlichen Antrieben auf möglichst vielen Märkten verkaufen lässt, dürfte für die Münchner deshalb wichtiger denn je sein.

Optische Anleihen beim iX3

Optisch orientiert sich der X5 eng am iX3. Die beleuchtete Doppelniere, schmale LED-Scheinwerfer und klare Flächen prägen den Auftritt. Eigenständig wirkt dagegen die Seitenansicht. Auffällig sind die Türgriffe, die nicht mehr klassisch in der Tür sitzen, sondern als schmale Flügel direkt an der unteren Fensterlinie angebracht sind. Das erinnert an Lösungen, wie sie unter anderem Volvo beim XC60 verwendet.

Markantes Detail: Die äußeren Türgriffe am X5 sind unterhalb der Fensterdichtungen positioniert. (Quelle: BMW/UWE FISCHER)

Auch im Innenraum übernimmt der X5 viele Elemente der Neuen Klasse. Herzstück ist der knapp 18 Zoll (rund 46 Zentimeter) große Zentralbildschirm, ergänzt durch BMWs „Panoramic Vision“, das Informationen über die gesamte Breite der Windschutzscheibe projiziert. Im Test funktionierte das beim iX3 gut. Optional gibt es einen Bildschirm für den Beifahrer. Bedient wird das System per Touch, Sprachsteuerung oder über Tasten am Lenkrad.

Weitgehend bekannt: Der Innenraum des X5 lehnt sich sehr an i3 und iX3 an, wirkt jedoch etwas luxuriöser. (Quelle: BMW/UWE FISCHER)
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