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Home » Neue mögliche Regel löst Kritik aus – München reagiert
Panorama

Neue mögliche Regel löst Kritik aus – München reagiert

MitarbeiterBy MitarbeiterFebruar 3, 2026
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Neue mögliche Regel löst Kritik aus – München reagiert

Debatte um Oktoberfest

Mögliche neue Regel auf der Wiesn erntet Kritik

Aktualisiert am 03.02.2026 – 11:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Ein Kellner auf dem Oktoberfest (Archivbild): Die Wiesn beginnt erst in mehreren Monaten. Könnte es dieses Jahr eine neue Regel geben? (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-bilder)

Eintritt für das Oktoberfest zahlen, statt immer höherer Bierpreise? Mit diesem Vorschlag erregt Bayerns Brauerpräsident Aufsehen. Die Stadt München reagiert prompt.

Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Georg Schneider, hat eine Debatte über Eintrittsgelder für das Münchner Oktoberfest angestoßen. Er schlug vor, statt stetig steigender Bierpreise künftig Eintritt zu verlangen, um die Kosten für Zeltaufbau, Bands und Personal zu decken. Wiesn-Chef Christian Scharpf erteilte dem Vorschlag umgehend eine klare Absage.

„Bei Veranstaltungen wie dem Oktoberfest müssen wir darüber nachdenken, ob Bier die Haupt-Kalkulationsgrundlage für alle Kosten sein kann“, sagte Schneider der „Augsburger Allgemeinen“. Nach seiner Ansicht tragen Festbesucher durch ihren Bierkonsum aktuell die finanziellen Lasten des Volksfestes.

Christian Scharpf, Wirtschaftsreferent der Stadt München und Wiesn-Chef, reagierte entschieden: „Das Oktoberfest ist ein Volksfest und kein Freizeitpark.“ Eintrittsgeld passe nicht zum Charakter der Veranstaltung. „Die Wiesn ist für jeden und jede da, nicht nur für die, die sich einen teuren Eintritt leisten können“, betonte er. „Die Gäste, die nur durchschlendern und die Atmosphäre genießen wollen, sind genauso willkommen wie die, die in den Bierzelten feiern oder sich in einem Fahrgeschäft vergnügen wollen.“

Eintrittsgelder könnten theoretisch auch bei der Besucherzählung helfen. Im vergangenen Jahr musste das Oktoberfest wegen Überfüllung zeitweise geschlossen werden, was zu heftiger Kritik führte. Die Stadt kündigte daraufhin an, künftig Besucherzahlen in Echtzeit erheben zu wollen.

Allerdings würden Eintrittsgelder punktuelle Menschenansammlungen auf dem Gelände kaum verhindern können. Zudem könnten Besucher dann weniger Geld für andere Attraktionen wie Lebkuchenherzen oder Fahrgeschäfte ausgeben.

Die Wiesn gilt mit mehr als sechs Millionen Besuchern jährlich als größtes Volksfest der Welt. Bislang ist nur der Zutritt zur „Oiden Wiesn“, dem traditionellen Teil des Festes, kostenpflichtig – hier zahlen Besucher über 15 Jahren vier Euro.

Die Bierpreise auf dem Oktoberfest steigen dagegen kontinuierlich. 2025 kostete die Maß zwischen 14,50 und 15,80 Euro, durchschnittlich 3,52 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Stadt prüft als Veranstalter, ob die von den Wirten kalkulierten Preise angemessen sind. Wie teuer das Bier in diesem Jahr wird, steht noch nicht fest.

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