Zum 80. Geburtstag
Neue TV-Doku zeigt Udo Lindenberg ungewöhnlich nah
22.04.2026 – 13:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Udo Lindenberg wird 80: Die ARD feiert das mit einer großen Dokumentation. Darin blickt der Panikrocker so persönlich wie selten auf sein Leben zurück.
Am 17. Mai wird Udo Lindenberg 80 Jahre alt. Eine neue ARD-Doku zeigt den Hamburger Musiker, der aus Westfalen stammt, zwischen Rebellion, Krisen und ungebrochener Schaffenskraft.
Der 90-minütige Film „UDO Rebell. Rockstar. Ikone.“ ist ab dem 10. Mai in der ARD-Mediathek abrufbar, die TV-Ausstrahlung folgt am 18. Mai um 20.15 Uhr im Ersten. Ausgangspunkt ist das Hotel Atlantic in Hamburg, Lindenbergs langjähriger Wohn- und Arbeitsort. Von dort blickt er auf seine Anfänge in seinem Heimatort Gronau, auf Erfolge, Krisen und künstlerische Neuanfänge zurück. Seine Bilanz fällt eindeutig aus: „Das ist der geilste Beruf, den es gibt. Also, Rockstar – einen geileren Beruf gibt es ja nicht.“
Neben Lindenberg selbst prägen zahlreiche Wegbegleiter das Porträt. Musiker Jan Delay beschreibt ihn als widersprüchliche Figur: zielstrebig und diszipliniert – und zugleich unangepasst. „Dann darf man sehr gerne sehr strebermäßig drauf sein, wenn man so lange pennt“, sagt er über Lindenbergs Lebensstil.
Auch jüngere Künstler wie Apache 207 heben dessen kreative Offenheit hervor. Er habe ihn als „coole Person“ mit einer „coolen Aura“ erlebt – vor allem aber als jemanden, der „Bock hat, Geiles zu kreieren“. Für Bill und Tom Kaulitz war Lindenberg früh ein Sprachrohr. Er habe Themen angesprochen, „die ganz vielen Leuten im Herzen gebrannt haben“, sagen sie in der Dokumentation.
Die Produktion verbindet diese Stimmen mit seltenem Archivmaterial und Konzertaufnahmen. Im Zentrum stehen nicht nur die großen Erfolge und Tiefpunkte, sondern vor allem Lindenbergs Haltung. Früh griff er politische Themen auf und prägte damit die deutschsprachige Rockmusik.
Für die Produzenten Michaela Hummel und Michael Lehmann ist Lindenberg „mehr als ein Musiker“. Sie beschreiben ihn als prägende Figur, die den „Soundtrack eines neuen Selbstbewusstseins“ geschrieben habe.
