Ziehen Aldi, Lidl und Rewe nach?
Discounter testet App-Zwang an Kasse
26.03.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 2 Min.
An Netto-Selbstbedienungskassen läuft ein ungewöhnlicher Pilotversuch. Andere Supermarktketten haben sich bereits klar dazu positioniert.
Ist das Einkaufen künftig nur noch mit der App möglich? Das Pilotprojekt bei dem Discounter Netto Marken-Discount könnte zumindest diesen Eindruck erwecken. Denn hier können Kunden an den Selbstbedienungskassen (SB-Kassen) nur noch via Netto-App, Payback-App oder Payback-Karte bezahlen. Was steckt dahinter? Und müssen Kunden anderer Discounter und Supermärkte künftig auch mit Einschränkungen an SB-Kassen rechnen? t-online hat nachgefragt.
Wer seinen Einkauf bei Netto-Markendiscount an der SB-Kasse scannen möchte, wird in einigen wenigen, auserwählten Filialen mit dem Hinweis begrüßt, dass die Bezahlung nur noch via App oder Payback-Karte erfolgen kann. Ist das den Kunden nicht möglich, sollen diese zu einer von Mitarbeitern bedienten Kasse gehen. Nach dem Scannen an der SB-Kasse bezahlen Kunden dann mit einer der drei genannten zur Verfügung stehenden Methoden. Giro- oder Kreditkarte fallen dabei weg. Man muss also entweder registrierter Kunde bei Netto oder bei Payback sein, um den SB-Service nutzen zu können.
Was genau dahintersteckt, möchte Netto-Markendiscount aus „wettbewerbsrelevanten Gründen nicht mitteilen.“ Der Händler gab lediglich zu, dass man derzeit in wenigen regional ausgewählten Filialen eine angepasste Nutzung der Self-Checkout-Kassen (SB-Kassen) teste. Es handelt sich vorerst also nur um ein Pilotprojekt. Demnach gibt es keine bundesweite Umstellung.
Die Pläne von Aldi, Lidl, Rewe und Co.
Und wie sieht es bei den anderen Händlern aus? Das hat t-online die größten Discounter und Supermärkte gefragt.
Weder Rewe noch Penny planten derzeit ein „vergleichbares Verfahren“ an den SB-Kassen. Die Händler betonen, dass an ihren SB-Kassen die Zahlung mit Karte sowie teilweise mit Bargeld möglich bleibe.
Auch Kaufland betont, dass die Supermarktkette auf die Bezahlmöglichkeit setze, die für ihre Kunden am bequemsten sei. Dazu zählten Bargeld, Karte, App und Kaufland Pay: „Unsere Kunden haben die volle Wahlfreiheit und es gibt bei Kaufland derzeit keine Überlegungen, die Auswahl der Bezahlmethoden an den SB-Kassen einzuschränken.“
Bei Lidl würden verschiedene Checkout-Konzepte genutzt, so das Unternehmen. Dazu zählten „Scan&Go“-Kassen, an denen der Nutzer entweder mit Giro- und Kreditkarten oder per Mobile Payment (zum Beispiel Apple Pay, Google Pay, Lidl Pay) bezahlen können. Vereinzelt sei auch die Barzahlung an den „Scan&Go“-Kassen möglich.










