In Erfurt
Mysteriöse Star-Wars-Musik bei AfD-Parteitag
04.07.2026 – 15:27 UhrLesedauer: 2 Min.
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Beim AfD-Parteitag läuft alles weitgehend reibungslos. Doch dann ertönt Musik, die nicht von der Parteitagsregie bestellt war.
Eine mysteriöse Beschallung mit Star-Wars-Musik hat beim AfD-Parteitag ratlose Blicke im Saal und eine Suchaktion ausgelöst. Während der Wahl der Stellvertreter für den Bundesvorstand erschallte abwechselnd von rechts und von links jeweils der „Imperial March“ aus Star Wars – allerdings mit einer Blockflöte eingespielt.
Techniker machten sich auf die Suche nach der Quelle und fanden hinter einem Vorhang unter dem Hallendach mindestens eine Bluetooth-Box. Die Hintergründe waren zunächst unklar.
- Dann wird klar: Der Plan ist gescheitert – AfD-Parteitag
Laut einer t-online-Reporterin vor Ort sei die Musik nicht sehr laut aber wahrnehmbar gewesen. Es habe Lachen und Kopfschütteln im Saal gegeben. Auf der Bühne sei einfach weiter geredet worden, berichtet sie.
Höcke-Vertrauter: „Ich habe eine dicke Akte beim Verfassungsschutz“
Nach der Wiederwahl des Führungsduos aus Alice Weidel und Tino Chrupalla hat der AfD-Bundesparteitag die Riege der drei stellvertretenden Parteivorsitzenden vollständig neu besetzt. Das beste Ergebnis bei der Wahl zum AfD-Vizechef erhielt am Samstag in Erfurt mit 76,5 Prozent der AfD-Politiker Stefan Möller, der seit zwölf Jahren den thüringischen Landesverband gemeinsam mit Björn Höcke führt und als dessen Vertrauter gilt. „Ich habe eine dicke Akte beim Verfassungsschutz“, sagte Möller bei seiner Vorstellung vor den Parteitagsdelegierten.
Zur weiteren Vizevorsitzenden der Bundes-AfD wurde die Fraktionschefin im Bayerischen Landtag, Katrin Ebner-Steiner, gewählt. Sie trat wie Möller ohne Gegenkandidat an, kam aber nur auf 55,7 Prozent der Stimmen.
Auch der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Sven Tritschler wurde zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt – auf Vorschlag von Parteichefin Alice Weidel. Tritschler setzte sich in einer Kampfabstimmung mit 50,7 Prozent gegen den bisherigen Parteivize Kay Gottschalk durch, der nur auf 36,1 Prozent kam. Die bisherigen Parteivizes Stephan Brandner und Peter Boehringer waren nicht mehr angetreten.
