In Berlin-Oberschöneweide

Mann verschanzt sich in Wohnung – SEK rückt an

14.06.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 1 Min.

Cannabis-Pflanzen (Symbolbild): Ein 36-Jähriger verkaufte mutmaßlich im großen Stil Gras. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Ein 36-Jähriger verbarrikadiert sich stundenlang in seiner Wohnung. Er ist ein mutmaßlicher Drogendealer, die Beamten nahmen starken Cannabisgeruch wahr.

In Berlin-Oberschöneweide hat die Polizei am Freitagvormittag einen 36-Jährigen festgenommen. Er hatte sich stundenlang in seiner Wohnung verschanzt. Die Beamten beschlagnahmten mehr als fünf Kilogramm Cannabis.

Ein Zeuge habe gegen 10.20 Uhr auf der Wilhelminenhofstraße beobachtet, wie ein Mann Teile einer Cannabisplantage im Müll entsorgte. Er rief die Polizei. Die Beamten fanden vor Ort zahlreiche Pflanztöpfe und Teile einer Bewässerungsanlage.

Wohnhaus muss wegen Feuer evakuiert werden

Die Einsatzkräfte suchten die Wohnung des Tatverdächtigen im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses auf. Der 36-Jährige öffnete nicht. Die Beamten nahmen starken Cannabisgeruch wahr und erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss.

Der Mann soll seine Wohnung mit Europaletten verbarrikadiert haben. Der Eingangsbereich und der Großteil des Flurs seien zugestellt gewesen. Die Beamten riefen die Feuerwehr zur Unterstützung.

Kurze Zeit später bemerkten die Einsatzkräfte Brandgeruch und Flammen in der Wohnung. Sie evakuierten die Hausbewohner. Das Feuer erlosch von selbst.

Mann wird in Klinik gebracht

Die Polizei alarmierte das Spezialeinsatzkommando. Die SEK-Beamten verschafften sich gewaltsam Zugang und setzten einen Diensthund ein. Sie nahmen den 36-Jährigen fest.

Der Mann erlitt bei dem Zugriff Verletzungen. Er wurde in einem Krankenhaus behandelt. Wegen psychischer Auffälligkeiten nahm ihn eine Klinik stationär auf. Die Ermittlungen dauern an.

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