Immer wieder Infantino
Fifa bestreitet gezielte TV-Vorgabe
14.07.2026 – 07:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Fifa weist Berichte zurück, wonach TV-Kameras Präsident Infantino während WM-Spielen gezielt ins Bild rücken sollen. Eine Vereinbarung mit dem WM-Produktionsunternehmen gibt es dennoch – und die hat es in sich.
Beim laufenden WM-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada taucht Fifa-Präsident Gianni Infantino in den TV-Übertragungen regelmäßig auf. Der Weltverband hat jedoch Berichte zurückgewiesen, wonach es dafür eine gezielte Kameraanweisung gebe – doch eine Vereinbarung mit dem zuständigen Produktionsunternehmen existiert offenbar trotzdem.
Das Portal „The Athletic“ berichtet von einer Vereinbarung zwischen der Fifa und dem WM-Produktionsunternehmen HBS. Darin sei geregelt, dass in jeder Halbzeit ein sogenannter „dignitary shot“ gezeigt werden müsse – die Aufnahme eines Würdenträgers. Darunter fallen Staatsoberhäupter, Verbandsfunktionäre oder Prominente. HBS liefert die Bilder an alle Rechteinhaber, darunter ARD, ZDF und MagentaTV.
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Den Vorwurf, Infantino müsse pro Spiel gezielt gezeigt werden, bezeichnete der Verband als „irreführend“. Ein Fifa-Sprecher sagte: „Es ist gängige Praxis, dass Sitzplätze für Fußballfunktionäre, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Prominente – unabhängig davon, um wen es sich handelt – im Rahmen des regulären Ablaufs der TV-Übertragung gezeigt werden.“
Die Debatte ist nicht neu. Rund um die WM 2022 in Katar hatte die „Times“ berichtet, Regisseure hätten die Empfehlung erhalten, Infantino einmal pro Spiel ins Bild zu rücken. Per katarischem Privatjet besuchte der Fifa-Chef in den USA, Kanada und Mexiko zuletzt teils zwei Partien pro Tag. 2027 will er sich im Amt bestätigen lassen.
