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Das Edinburgh Fringe, das größte und offen zugänglichste Kunstfestival der Welt, wird dieses Jahr ein Theater in einer Sauna haben. Das Festival, das vom 7. bis 31. August stattfindet, zieht jedes Jahr fast 3 Millionen Besucher an.
Für die Fringe-Ausgabe 2026 erweckt der Sauna Sessions Art Club das erste eigens dafür errichtete „Sauna Theatre“ Großbritanniens im Summerhall Arts-Veranstaltungsort zum Leben. Dies wird das erste Theater- und Kunstzentrum dieser Art in Großbritannien und gleichzeitig die größte Sauna des Landes sein.
Das von Lucy Osborne und James Grieve gegründete Projekt verbindet elektrisierende Musik und künstlerische Darbietungen mit traditioneller Wellness- und Saunakultur. Es wird auch der Veranstaltungsort Summerhall genutzt, der einer der beliebtesten Veranstaltungsorte im Fringe-Gebiet ist.
Die Endorphin freisetzende Atmosphäre der Sauna soll die Durchblutung fördern und die Muskeln entspannen, wodurch ein immersives Erlebnis entsteht, das die Sinne des Publikums stärkt und es ihm ermöglicht, die Aufführungen ohne Ablenkung in vollen Zügen zu genießen.
„Wir sind uns der Kraft des Theaters bewusst, Menschen zu verbinden, Fantasien anzuregen, Horizonte zu erweitern und Glück zu erzeugen“, sagten Osborne und Grieve über ihr neues Theatermodell, wie Time Out berichtete.
„Wir glauben, dass die Kombination der Bereicherung von Kunst und Kultur mit der unglaublichen Steigerung von Gesundheit und Wohlbefinden durch die Sauna den Nutzen verdoppeln und die Freude verdoppeln wird.“
Was Sie dieses Jahr im Saunatheater erwartet
Der Veranstaltungsort bietet Platz für 80 Personen und verfügt über modernste Ton- und Lichttechnik für Aufführungen. Es wird auf etwa 90 Grad Celsius erhitzt.
Das Programm des Saunatheaters umfasst bereits unter anderem „morgendliche Sauna-Raves“ sowie literarische Salons und Aufguss, bei dem es um immersive Rituale mit ätherischen Ölen, Handtucharbeit und Geschichtenerzählen geht. Darüber hinaus wird es neben Clubabenden auch eine Reihe weiterer Musik-, Theater- und Tanzprogramme geben.
Außerdem wird es eine Sauna-Neuinterpretation von Virginia Woolfs „The Waves“ und eine Remix-Version von Nick Cassenbaums „Bubble Schmeisis“ geben.
Das Projekt soll modular aufgebaut sein und könnte nach seinem Debüt im Fringe auch durch Großbritannien touren.
Die Designerin Lucy Osborne und der Regisseur James Grieve haben zuvor das Roundabout-Theater von Paines Plough ins Leben gerufen, einen begehbaren Saal mit einer Kapazität von 167 Personen.
In diesem Jahr werden im Fringe unter anderem auch Shaparak Khorsandis Debütstück, Jack Dees 40-jähriges Jubiläum in der Comedy-Feiershow, Jack’s Joke Show und das One-Woman-Stück der Schauspielerin Hannah Reilly zu sehen sein.










