Entscheidung gefallen
München gewinnt Olympia-Duell gegen Köln deutlich
Aktualisiert am 26.09.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 3 Min.
Wer macht das Rennen um die Bewerbung für Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland? Nun herrscht Gewissheit.
Die Entscheidung über den deutschen Olympia-Bewerber ist gefallen: Auf einer außerordentlichen Versammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Baden-Baden hat sich eine Mehrheit der Delegierten in einer geheimen Wahl für München ausgesprochen. Damit kann sich die Stadt auf die Austragung der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben.
München setzte sich bei der Abstimmung klar gegen den letzten verbliebenen Konkurrenten, der Region Rhein-Ruhr mit der Kernstadt Köln, mit 91:50 Stimmen durch. Berlin hatte in dieser Woche die Bewerbung zurückgezogen.
Stimmberechtigt bei dem Votum im Kurhaus von Baden-Baden waren die 42 olympischen Spitzenverbände mit je drei Stimmen sowie die persönlichen Mitglieder und die Präsidiumsmitglieder des DOSB. So waren 141 Stimmen zu vergeben. Die Entscheidung fiel im ersten Wahlgang.
Söder und Krause feiern Olympia-Zuschlag für München
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: „Die Kölner haben es ganz schön spannend und schwer gemacht. Ihr habt uns ganz schön zum Zittern gebracht.“ Er betonte: „Danke fürs Vertrauen.“ Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) war einer der ersten Gratulanten.
- Kommentar zum Olympia-Zuschlag für München: Jetzt beginnt der echte Stresstest
- Olympia-Entscheid: Söder und Krause wollen Looping auf der Wiesn fahren
Söder sagte nach der Verkündung: „Es ist was Historisches und wir wollen alles geben, damit wir am Ende gemeinschaftlich als Deutschland, als Partner für Nord, für Süd, für Ost und West, am Ende uns als ein Land präsentieren“
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) sagte: „Es war schon ein Krimi heute, den ganzen Tag“ Dann fügte er hinzu: „Die Freude ist jetzt unendlich. Wir freuen uns jetzt, dass wir richtig loslegen können, um Olympia nach Deutschland zu holen.“
Beppo Brem, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste in München sagte laut einer Pressemitteilung: „Was für ein fantastischer Tag für die Sportstadt München.“
Für die Linken im Münchner Rathaus ist die Entscheidung eine „Katastrophe“, wie es in einer Mitteilung heißt. Nachdem die Stadt bereits Millionen Euro für die Bewerbung ausgegeben habe, würden nun weitere Bewerbungskosten und potenziell Schulden in Milliardenhöhe auf München zukommen. Söder sagte bei der Vergabe, zunächst einmal werde versucht, die Finanzierung mit Sponsorengeldern zu schaffen. Auch zur Zahlungskräftigkeit Bayerns zeigte der CSU-Politiker sich zuversichtlich: „Der Freistaat Bayern, der kriegt das schon hin.“
