Wenn die Beschwerden bleiben

Morbus Sudeck – diese Spätfolgen sind möglich


Aktualisiert am 03.09.2026 – 11:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Zu den möglichen Spätfolgen von Morbus Sudeck zählt eine Versteifung des betroffenen Körperteils – oft handelt es sich dabei um die Hand oder den Fuß. (Quelle: Rattankun Thongbun/getty-images-bilder)

Morbus Sudeck zieht mitunter lang anhaltende Beschwerden nach sich. Welche Spätfolgen das Schmerzsyndrom haben kann.

Morbus Sudeck ist ein alter Name für ein Krankheitsbild, welches der deutsche Chirurg Paul Sudeck im Jahr 1900 beschrieben hat. Heute sprechen Fachleute von CRPS Typ 1. Die Abkürzung steht für „Complex Regional Pain Syndrom“, also komplexes regionales Schmerzsyndrom.

Es kann sich nach einer Verletzung im Arm oder Bein entwickeln, wenn diese eigentlich längst zu heilen begonnen hat. Anstatt einer Besserung verspüren die Betroffenen starke Schmerzen und weitere belastende Symptome wie Schwellungen und eine verminderte Beweglichkeit.

Warum und wie genau diese Beschwerden entstehen, ist noch nicht abschließend erforscht. Trotzdem lässt sich Morbus Sudeck durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen behandeln. Eine frühzeitige Therapie ist wichtig, um den Verlauf günstig zu beeinflussen und das Risiko von Spätfolgen zu verringern.

Morbus Sudeck – dieser Verlauf ist typisch

Morbus Sudeck ruft zunächst Schmerzen hervor, die sich durch die Verletzung nicht mehr erklären lassen. Sie verschlimmern sich bei Belastung und oft auch bei Druck, Wärme oder Kälte.

In vielen Fällen kommen noch andere Beschwerden hinzu. Etwa kann der betroffene Körperteil – meist ein Arm, eine Hand, ein Bein oder Fuß – geschwollen, gerötet, überwärmt, überempfindlich und in seiner Kraft und Beweglichkeit eingeschränkt sein. Bei manchen Erkrankten ist hingegen eine blass-bläuliche Verfärbung zu beobachten und der verletzte Körperteil fühlt sich kalt an.

Die Symptome sind stärker als es der Genesungsverlauf erwarten lässt, und halten länger an. Zudem sind sie nicht nur im ursprünglich betroffenen Bereich zu spüren, sondern erstrecken sich auf angrenzende Gebiete.

Wie sich die Beschwerden entwickeln, lässt sich aber im Vorhinein nicht mit Gewissheit sagen. Denn Morbus Sudeck verläuft keineswegs bei allen Erkrankten gleich.

Morbus Sudeck – diese Spätfolgen können auftreten

Morbus Sudeck kann sich sehr unterschiedlich entwickeln. Nach einem Jahr spüren etwa 70 von 100 Betroffene eine Verbesserung der Symptome. Beschwerdefrei sind zu diesem Zeitpunkt allerdings lediglich etwa fünf von 100.

Einige von ihnen haben auch längerfristig Schmerzen oder können den betroffenen Körperteil nicht mehr so gut bewegen. Wird dieser über längere Zeit kaum beansprucht, können die Muskeln abbauen und Gelenke zunehmend steif werden.

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Eine dauerhaft beeinträchtigte Beweglichkeit zählt somit zu den möglichen Spätfolgen von Morbus Sudeck. Darüber hinaus kann es zu einem Gewebeschwund und zu einer Verdünnung der Haut kommen. Mitunter verändert sich zudem das Wachstum der Nägel und Haare.

Hinzu kommen die psychischen Auswirkungen, die Morbus Sudeck – wie viele chronische Erkrankungen – haben kann. Beispielsweise leiden manche Erkrankte an Ängsten und Schlafstörungen.

Morbus Sudeck – wie lassen sich Spätfolgen begrenzen?

Eine frühzeitige Therapie kann das Risiko für Spätfolgen verringern. Die Behandlung setzt sich in der Regel aus verschiedenen Maßnahmen zusammen. Welche davon wie gut helfen, ist noch nicht ausreichend erforscht. Fachleute gehen derzeit davon aus, dass eine Kombination verschiedener Mittel nötig ist, um eine Besserung herbeizuführen.

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