Mona Fuchs

Die neue starke Frau im Münchner Rathaus


12.05.2026 – 16:18 UhrLesedauer: 3 Min.

Jung, grün, einflussreich: Dafür steht auch Mona Fuchs (Archivbild), die nun Zweite Bürgermeisterin in München ist. (Quelle: IMAGO/STL Studio Liebhart/imago)

Mona Fuchs ist erst seit sechs Jahren im Münchner Stadtrat – jetzt ist die Grünen-Politikerin Zweite Bürgermeisterin der Stadt. Ihr Werdegang ist bemerkenswert.

Beim Parteitag der Münchner Grünen am vergangenen Samstag (9. Mai) gab es für Mona Fuchs schon mal einen Vorgeschmack auf ihre künftigen Aufgaben: Der frisch gewählte OB Dominik Krause musste eine Grippe auskurieren, Fuchs sprang ein und trat stellvertretend ans Pult. Es galt, den versammelten Parteimitgliedern den Koalitionsvertrag der neuen Mango-Koalition aus Grünen/Rosa Liste, SPD sowie FDP/Freien Wählern vorzustellen.

Künftig werden sie wohl noch enger als ohnehin schon zusammenarbeiten. Dominik Krause und Mona Fuchs sind das neue grüne Doppelgespann an Münchens Rathausspitze. Und beide stehen auch für die neue Machtkonstellation im Rathaus: jung, grün, pragmatisch.

Seit sechs Jahren im Münchner Stadtrat

Dabei ist Mona Fuchs erst seit sechs Jahren im Münchner Stadtrat – jetzt ist die Grünen-Politikerin Zweite Bürgermeisterin der Stadt und als diese am Montag vereidigt worden. Der neue OB Dominik Krause (35) holte die 38-Jährige nach seinem Wahlsieg direkt an seine Seite – neben Verena Dietl (SPD, Dritte Bürgermeistern). Beide sind fast gleich alt, und beide haben in der Kommunalpolitik einen ungewöhnlich schnellen Aufstieg hingelegt. Während Krause nun Oberbürgermeister ist, wird Fuchs seine wichtigste Stellvertreterin — und damit eine der einflussreichsten Frauen Münchens.

Beim Grünen-Parteitag am Samstag wurde Fuchs von den Mitgliedern mit viel Applaus empfangen. Die stellvertretende Grünen-Chefin Irina Freihart kündigte sie als „Powerfrau, die mich regelmäßig in Staunen versetzt“ an. Fuchs selbst sagte nach den langen Verhandlungen, sie sei „sehr müde, aber mindestens doppelt so glücklich“.

Mona Fuchs an der Seite von Oberbürgermeister Dominik Krause (links) und Freund Sebastian Müller (Zweiter von links) bei der Eröffnungssitzung des Stadtrats am Montag. (Quelle: IMAGO/Stefan M. Prager/imago)

Politischer Aufstieg ohne Masterplan

Dass Mona Fuchs einmal mit an der Spitze des Münchner Rathauses stehen würde, war vermutlich so nicht absehbar. Ihren eigenen Lebenslauf beschreibt sie als „wenig geradlinig“. Sie sei niemand, „der langfristige Ziele hat und die dann mit langem Vorlauf durchboxt“.

Geboren wurde Fuchs 1987 in Hechingen auf der Schwäbischen Alb. Als Kind zog sie mit ihrer Familie erst ins Erdinger Moos, später nach Landshut. Mit knapp 17 Jahren ging sie allein nach München. Dort machte sie die Mittlere Reife und besuchte zeitweise das Sprachen- und Dolmetscher-Institut – ohne Abschluss. Eine klassische Berufsausbildung absolvierte sie nie.

Fuchs engagierte sich früh im Klimaschutz

Zunächst arbeitete sie in der Gastronomie und später in der Gewerbeimmobilienwirtschaft. Parallel engagierte sie sich ehrenamtlich – etwa im Jugendparlament in Landshut sowie in Umwelt- und Eine-Welt-Initiativen. Später machte sie sich selbstständig und entwickelte Seminare sowie Workshops zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Neun Jahre lang leitete sie den Verein Netzwerk Klimaherbst. Mittlerweile ist sie Mutter von zwei Kindern (11 und 14 Jahre alt).

Share.
Exit mobile version