Karl-Heinz-Ripkens ist tot
1. FC Köln trauert um früheren Meisterspieler
Aktualisiert am 12.05.2026 – 14:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Betroffenheit im Rheinland: Die Fangemeinde des 1. FC Köln nimmt Abschied von Karl-Heinz Ripkens. Der frühere Meisterspieler wurde 88 Jahre alt.
Der 1. FC Köln hat einen seiner frühen Helden verloren: Karl-Heinz Ripkens, Offensivspieler der Meisterjahre, ist am 8. Mai 2026 in seiner Heimatstadt Köln gestorben. Der gebürtige Kölner, am 9. Dezember 1937 in der Domstadt geboren, trug von 1958 bis 1964 das Trikot des FC und war Teil jener Mannschaft, die den Verein in die Fußballgeschichte führte.
Ripkens, den Trainer Hennes Weisweiler wegen seiner hellblonden Haare einst „de Gries“ taufte – ein Spitzname, der ihn sein Leben lang begleitete –, wuchs in Köln-Vogelsang auf und begann dort beim SSV seine Karriere. Den Weg ans Geißbockheim fand er auf eher ungewöhnliche Weise: Ein zufälliges Zusammentreffen mit FC-Spieler Hennes Pfeiffer beim Essen führte zu einem Probetraining – und zum Beginn einer bemerkenswerten Laufbahn beim FC.
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Karl-Heinz Ripkens ist tot: Er schoss 14 Tore für den 1. FC Köln
In 75 Pflichtspielen erzielte er 14 Tore für den FC. 1962 gewann er mit dem Verein die erste Deutsche Meisterschaft – auch wenn er beim 4:0-Finalsieg gegen den 1. FC Nürnberg nicht auf dem Platz stand. Zwei Jahre später durfte er sich erneut Deutscher Meister nennen – diesmal in der neu gegründeten Bundesliga. Hinzu kamen vier Westdeutsche Meisterschaften.
Nach seiner Zeit beim FC führte Ripkens seine Karriere bei Standard Lüttich, Bayer Leverkusen, Viktoria Köln und Fortuna Köln fort. Mit Standard wurde er Belgischer Vizemeister und stand im Finale des Belgischen Pokals. Auch abseits des Platzes blieb sein Leben vielseitig: Er führte zunächst ein Transportunternehmen, dann bis 2009 eine Spezialfirma für Industrieanstriche mit über 50 Mitarbeitenden. Dem FC blieb er als Mitbegründer der Traditionsmannschaft bis zuletzt eng verbunden.
Der 1. FC Köln erklärte, Ripkens „stets ein ehrendes Andenken“ zu bewahren. In den Sozialen Medien nahmen am Dienstag zahlreiche FC-Fans Anteil.
