Große Trauer
Mit 40 Jahren: Ex-Boxer ist tot
18.10.2026 – 12:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Denis Boytsov galt einmal als eines der größten Schwergewichtstalente der Welt. Nun ist der Russe im Alter von 40 Jahren gestorben.
Der frühere Schwergewichtsboxer Denis Boytsov ist im Alter von 40 Jahren gestorben. Das Sportzentrum der russischen Region Orjol teilte mit, ein gelöstes Blutgerinnsel habe zum Tod geführt.
Boytsov stand zunächst beim Hamburger Boxstall Universum unter Vertrag, später beim Berliner Veranstalter Sauerland Event. In 37 Profikämpfen gewann er 36-mal, davon 27 vorzeitig. Im Juli 2013 führte er die WBO-Rangliste der Schwergewichte als Nummer eins hinter Weltmeister Wladimir Klitschko an.
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Im November 2013 verlor Boytsov gegen den Australier Alex Leapai. Leapai schickte ihn zweimal zu Boden und gewann nach Punkten. Diese einzige Niederlage in Boytsovs Profikarriere kostete ihn seinen Platz unter den offiziellen Herausforderern um den Weltmeistertitel. Stattdessen bekam Leapai den WM-Kampf gegen Klitschko. Boytsov gewann zwar noch drei weitere Kämpfe, kehrte aber nicht mehr in die Weltspitze zurück.
2015 wurde Boytsov bewusstlos auf den Gleisen in einem Berliner U-Bahn-Tunnel gefunden. Seine Wohnung lag nur wenige Hundert Meter entfernt. Der damals 29-Jährige kam mit Kopf- und Handverletzungen in die Berliner Charité, wurde notoperiert und anschließend ins Koma versetzt. Danach konnte er weder gehen noch sprechen. Wie er in den Tunnel gelangte, blieb ungeklärt. Die Berliner Polizei ging nach Auswertung von Zeugenaussagen und Videoaufnahmen von einem Unfall aus.