Ein Auto ist am Montag auf einer Straße in der ostdeutschen Stadt Leipzig in Menschen gerast und hat nach Angaben der Behörden mindestens eine Person getötet und mehrere weitere verletzt.

Der Fahrer wurde festgenommen, nachdem das Fahrzeug von einem Hauptplatz in eine Hauptstraße im Stadtzentrum in der Nähe historischer Stätten raste.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bestätigte den Tod einer Person und fügte hinzu: „Wir kennen die Motive noch nicht genau. Über den Täter wissen wir nichts.“

Auch zwei Menschen seien schwer verletzt worden, zwei weitere seien „betroffen“, sagte Leipzigs Feuerwehrchef Axel Schuh.

Die Polizei teilte in einem Beitrag auf

Später nahmen sie den Fahrer jedoch fest und fügten hinzu, dass „derzeit keine weitere Gefahr von ihm ausgeht“.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte, bei dem Tatverdächtigen handele es sich um einen jungen Mann, einen deutschen Staatsbürger, der als „psychisch auffällig“ beschrieben worden sei, und sagte, bei dem Vorfall handele es sich um einen „mutmaßlichen Amoklauf“.

Landesinnenminister Armin Schuster bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 33-jährigen deutschen Staatsbürger handele, der festgenommen worden sei und als „Einzeltäter“ gelte.

Die Polizei war in großer Zahl im Einsatz, ebenso Feuerwehrleute, medizinisches Notfallpersonal und zwei Hubschrauber.

Leipzig liegt südwestlich von Berlin und ist mit mehr als 630.000 Einwohnern eine der größten Städte Ostdeutschlands.

Rammserie

Seit einem Anschlag in Berlin im Dezember 2016 durch einen Tunesier mit dschihadistischen Motiven, der mit einem Lastwagen in die Menschenmenge fuhr und dabei 13 Menschen tötete, kam es in Deutschland immer wieder zu Rammangriffen.

Im Jahr 2024 wurde ein Weihnachtsmarkt in Magdeburg von einem saudischen Mann mit islamfeindlichen Ansichten angegriffen, der mit einem Auto in die Menschenmenge fuhr, dabei sechs Menschen tötete und mehr als 300 verletzte.

Im Februar 2025 wurden eine Mutter und ihre Tochter durch den afghanischen Fahrer eines Fahrzeugs getötet und etwa 30 Menschen verletzt, als es in München in einen Demonstrationszug rammte.

Die Angriffe ereigneten sich, als in Teilen der deutschen Gesellschaft nach einem großen Zustrom von Migranten im Jahr 2015 die Sensibilität gegenüber Einwanderern zunahm.

Einwanderung und Sicherheit sind in der politischen Debatte in Deutschland ganz oben auf der Tagesordnung gestanden und haben zum Aufstieg der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) beigetragen.

Zusätzliche Quellen • AFP

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