Frostige Temperaturen im Mai
„Diese alte Bauernregel hat weiter ihre Berechtigung“
03.05.2026 – 13:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Mai gibt einen Vorgeschmack auf den Sommer – wären da nicht die Eisheiligen. Ein Meteorologe erklärt, worauf zu achten ist.
Obwohl es an diesem Wochenende in weiten Teilen Deutschlands sommerliche Temperaturen gibt, kühlt das Wetter in den ersten Maiwochen in Teilen des Landes wieder ab. Bis zu den sogenannten Eisheiligen können die Temperaturen in der Nacht sogar stellenweise noch in den Minusbereich absacken. Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt auf Anfrage von t-online: „Diese alte Bauernregel hat statistisch weiter ihre Berechtigung.“
Die Eisheiligen bezeichnen die Tage vom 11. bis zum 15. Mai – benannt sind sie nach den fünf christlichen Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Die Bauernweisheit besagt, dass in diesen Tagen noch einmal Minusgrade erreicht werden. Und das bedeutet: Gepflanzt werden sollte erst in der zweiten Maihälfte.
Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt, dass Frost „erfahrungsgemäß erst nach der Kalten Sophie am 15. Mai“ kein Thema mehr ist. Besonders in den „klassisch frostgefährdeten Regionen“ gelte die Regel weiterhin. In „Mittelgebirgstälern, windgeschützten Senken und Teilen Ostdeutschlands“ könne die Temperatur in diesen Tagen noch einmal unter null Grad fallen.
Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert, werden bereits am kommenden Donnerstag und Freitag Temperaturen um den Gefrierpunkt erreicht. Lokal sei in Norddeutschland in der Nacht zum Donnerstag mit Temperaturen um null zu rechnen. Auch in der folgenden Nacht sollen im Norden und Osten von Deutschland etwa null Grad erreicht werden.
Auch im Rest des Landes werden die Temperaturen laut Prognose im Vergleich zum Wochenende abkühlen. Trotzdem seien in einzelnen Regionen Temperaturen um 20 Grad möglich. Im gesamten Land ist in der kommenden Woche immer wieder mit Regen zu rechnen.
Für den Rest des Landes gibt Jung mit Blick auf die Eisheiligen generell Entwarnung. Im Tiefland und im Westteil Deutschlands lasse sich mit Blick auf die Werte der vergangenen Jahre sagen, dass der letzte Frost tatsächlich bereits Ende April kommt. Jung resümiert: „Die Verschiebung durch den Klimawandel ist messbar.“
Wie die Temperaturen konkret werden und ob die letzten Frosttage nicht schon früher kommen, lässt sich erst am Beginn der kommenden Woche sagen. Das Anpflanzen ist erst ab der Mitte des Monates wirklich sicher.
