Bei Preisverleihung

Merz vor Schülern zu Tränen gerührt

30.09.2026 – 09:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Friedrich Merz bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises am Dienstag: Der Kanzler sah sich zuletzt starker Kritik ausgesetzt. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)

In der Öffentlichkeit hatte Friedrich Merz zuletzt einen schweren Stand. Vor Schülern und Lehrkräften zeigte sich der Kanzler nun von seiner emotionalen Seite.

Bundeskanzler Merz hat am Mittwoch an der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin teilgenommen. Zum Abschluss der Veranstaltung kürte er den Sieger der diesjährigen Ausgabe. Anschließend kamen Schüler und Lehrkräfte der ausgezeichneten Bertha-von-Suttner-Schule zu ihm auf die Bühne. Einige Vertreter der hessischen Schule ließen ihrer Euphorie freien Lauf und umarmten den Bundeskanzler, woraufhin sich dieser sichtlich gerührt zeigte. Vor laufenden Kameras wischte er sich einige Tränen aus den Augen.

Zuvor hatte Merz eine Rede gehalten, in der er unter anderem die Arbeit von Lehrkräften würdigte. „Lehrerinnen und Lehrer sind die wichtigste Berufsgruppe unseres Landes“, sagte der CDU-Politiker. Er spreche als Vater und Großvater: „Wir vertrauen Ihnen das Wertvollste an, was wir haben. Das sind unsere Kinder.“

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Nach der Veröffentlichung der für Deutschland schwachen Pisa-Ergebnisse betonte Merz die Wichtigkeit von Bildung. Für die Bundesregierung und ihn als Bundeskanzler sei es „eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Aufgabe unserer Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass Kinder, Jugendliche, junge Menschen in diesem Land eine gute Ausbildung bekommen und vorbereitet werden für den Weg ihres Lebens“.

Merz richtet sich direkt an Schüler

Der Kanzler bekannte, dass er als Kind „selten Lust“ auf Schule hatte, aber durch die Preisverleihung motiviert sei, nun wieder mehr in Schulen zu gehen. Er rief zudem dazu auf, dass Schulen regelmäßig Richter der örtlichen Gerichte einladen sollten, „um den Schülerinnen und Schülern zu erklären, was eigentlich unsere Rechtsordnung ausmacht“. Diejenigen, die Recht sprächen, verteidigten das Wertvollste in der Demokratie, die Freiheit.

Zur Frage, warum er in die Politik gegangen sei, sagte Merz an die Schüler gerichtet: „Ich mache das, damit Ihr die gleichen Chancen habt in einem offenen, freiheitlichen, liberalen Land zu leben, wie meine Generation es gehabt hat“. Es gehe darum, in einem offenen Land zu leben, „in einer Gesellschaft, die mit sich selbst im Reinen ist und die den jungen Menschen alle Chancen gibt, die die jungen Menschen verdienen“.

Der Deutsche Schulpreis wird seit 2006 für besonders gute Schulqualität vergeben. Ausrichter sind die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung. Der mit 100.000 Euro dotierte Hauptpreis ging in diesem Jahr nach Mörfelden-Walldorf in Südhessen.

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