Stadt nimmt Hinweise ernst
Mutmaßliche Wolfssichtungen in Hamburg
15.10.2026 – 19:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Laut Umweltbehörde gibt es mehrere Meldungen über einen mutmaßlichen Wolf. Ein gesicherter Nachweis steht noch aus.
Im Hamburger Westen sind erneut Hinweise auf einen Wolf eingegangen. Wie die Umweltbehörde mitteilte, liegen „mehrere Meldungen über mutmaßliche Sichtungen eines Wolfes im Bereich des Klövensteen“ vor. Das Wald- und Naherholungsgebiet liegt an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein.
Ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, ist laut Behörde noch nicht gesichert. Sie nehme die Hinweise sehr ernst, werte Bild- und Spurenmaterial aus und beobachte die Lage vor Ort.
Wolfssichtung in Hamburg: Behörde gibt Verhaltenstipps
Vorsorglich gibt die Behörde Verhaltenshinweise: Bei einer Begegnung mit einem Wolf oder einem wolfsähnlichen Tier sollen Menschen Ruhe bewahren und Abstand halten. „Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn zu verfolgen oder zu füttern“, hieß es.
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Zudem empfiehlt die Behörde, nicht wegzulaufen, sondern sich bei Bedarf durch lautes Sprechen oder Klatschen bemerkbar zu machen. Hunde sollten im Klövensteen und in angrenzenden Gebieten „unbedingt an der kurzen Leine geführt werden“.
Sichtungen können dem Wolfsmonitoring der Behörde per E-Mail an wolfsberatung@bukea.hamburg.de oder über die Notfallhotline 0174 6330335 gemeldet werden.
Wolf im Einkaufszentrum: Tier verletzt Frau
Gut ein halbes Jahr zuvor hatte ein Wolf in Hamburg für Schlagzeilen gesorgt. Ende März war ein Tier aus dem Hamburger Westen bis zur Binnenalster in der Innenstadt gelaufen. Zuvor hatte es sich in eine Einkaufspassage in Altona verlaufen und dort nach Behördenangaben in Panik eine Frau verletzt. Die Polizei fing das Jungtier am Jungfernstieg ein. Später wurde es mit einem Sender in Niedersachsen ausgewildert. Wenige Wochen danach rissen die Funksignale ab. Die Umweltbehörde geht davon aus, dass das Tier tot ist.
Ein Zusammenhang zwischen den aktuellen Meldungen und dem damaligen Wolf ist nicht belegt.
