Mehrere Menschen in Lebensgefahr
Schweres Zugunglück in Nachbarland
Aktualisiert am 23.04.2026 – 12:47 UhrLesedauer: 1 Min.
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In Dänemark stoßen am frühen Morgen zwei Züge zusammen. Mehrere Menschen schweben in Lebensgefahr.
Bei einem Zugunglück in Dänemark sind 17 Menschen verletzt worden. Fünf der Verletzten befinden sich in kritischem Zustand, wie der dänische Rundfunk berichtet.
Der Alarm ging gegen 6.30 Uhr am frühen Donnerstagmorgen bei den Rettungsdiensten ein. Zwei Züge waren rund 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kopenhagen auf der Bahnstrecke zwischen den Orten Hillerød und Kagerup in Nordseeland zusammengestoßen. Wie es dazu kam, ist noch unklar. „Es handelte sich um einen Frontalzusammenstoß“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Der Einsatzleiter der Rettungsdienste sagte dem Fernsehsender TV2, die Züge seien offenkundig mit relativ hoher Geschwindigkeit kollidiert. Alle Fahrgäste hätten die Züge verlassen oder seien daraus befreit worden. Der Einsatzleiter versicherte: „Niemand ist eingeklemmt.“
Bei dem Zusammenstoß wurden beide Züge schwer beschädigt. Die Führerhäuser der beiden Loks wurden durch den Aufprall verformt, die Fenster der vorderen Zugteile zerbrachen.
Die Gemeinde Hillerød hat nach dem Zugunglück ein Krisenzentrum für betroffene Bürger eingerichtet. „Ich bin zutiefst erschüttert, meine Gedanken sind bei allen Betroffenen“, erklärte die Bürgermeisterin der nahe dem Unglücksort gelegenen Gemeinde Gribskov, Trine Egetved. „Ich war schockiert, dass sich ein solcher Unfall auf dieser kleinen Lokalbahn ereignen kann.“
Polizei und Rettungskräfte waren in großer Zahl vor Ort. Auch ein Militärhubschrauber kam zum Einsatz.
Bahnunglücke geschehen in Dänemark relativ selten. Zuletzt waren 2019 bei einem Unfall mit einem Passagierzug acht Menschen ums Leben gekommen.











