Unfallbilanz 2025
Zahl der Verkehrstoten steigt – aber weniger Schwerverletzte
Aktualisiert am 25.02.2026 – 11:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Zahl der Todesopfer bei Verkehrsunfällen ist im vergangenen Jahr gestiegen. Gleichzeitig gab es so wenige Schwerverletzte wie seit 1991 nicht mehr.
Auf Deutschlands Straßen sind im vergangenen Jahr 2.814 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das waren etwa zwei Prozent mehr als im Jahr 2024 (2.770 Todesopfer), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte.
Laut den Angaben lag die Zahl der Verletzten nahezu unverändert bei 366.000. Während die Zahl der Leichtverletzten auf 318.000 stieg (plus ein Prozent), ging die Zahl der Schwerverletzten um vier Prozent auf 48.400 zurück. „Dies ist der niedrigste Wert seit 1991, dem ersten Jahr, in dem die Verletzten getrennt in schwer und leicht verletzt ausgewiesen wurden“, erklärten die Statistiker.
Doch es gibt Kritik: „Deutschland tritt bei der Verkehrssicherheit auf der Stelle und
macht aktuell sogar Rückschritte“, hieß es vom TÜV-Verband. Vom Verkehrsclub VCD heißt es: „Zwar hat sich die Bundesregierung die Vision Zero, also das Ziel von null Verkehrstoten, aufs Banner geschrieben und will die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 halbieren. Aber das ist nicht mehr als ein Lippenbekenntnis, faktisch tut sie nichts.“
Das ist nicht mehr als ein Lippenbekenntnis.
Verkehrsclub VCD
Der Club fordert ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen, 80 auf Landstraßen und 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts. TÜV-Expertin Fani Zaneta sagte: „Wir müssen an den Stellschrauben drehen, die nachweislich Leben retten.“ Dazu gehörten eine „fehlerverzeihende Infrastruktur“ insbesondere an Unfallschwerpunkten, konsequente Regelüberwachung und Tempo-Management sowie die schnelle Verbreitung wirksamer Fahrzeugsicherheitsfunktionen.
Insgesamt nahm die Polizei im vergangenen Jahr gut 2,5 Millionen Unfälle auf – das waren in etwa so viele wie 2024 (minus 0,2 Prozent). Bei 2,2 Millionen Unfällen blieb es demnach bei Sachschäden, was ebenfalls einem geringfügigen Rückgang entspricht (minus 0,3 Prozent). Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, stieg dagegen um ein Prozent auf gut 293.000.










