Neue Motoren, neue Technik
Nach der E-Version: Mercedes frischt die C-Klasse auf
18.08.2026 – 07:02 UhrLesedauer: 4 Min.
Mercedes hat die C-Klasse gerade als Elektroauto vorgestellt. Doch auch das Modell mit Verbrennungsmotor bleibt im Programm – und bekommt nun eine ungewöhnlich umfangreiche Überarbeitung.
Die eine C-Klasse ist gerade erst angekommen, da muss die andere schon wieder zum Auffrischen. Mercedes hat seinen Dauerbrenner vor Kurzem erstmals als eigenständiges Elektroauto auf eine neue technische Basis gestellt. Daneben wirkt die seit 2021 gebaute C-Klasse mit Benzin- und Dieselmotoren technisch zwangsläufig nicht mehr ganz so frisch.
Aus dem Programm verschwindet sie deshalb aber noch lange nicht. Stattdessen überarbeitet Mercedes Limousine und T-Modell noch einmal umfassend. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich um das bislang größte technische Upgrade in der Geschichte der C-Klasse.
Dass Mercedes noch einmal einigen Aufwand in das bestehende Modell steckt, überrascht wenig: Die C-Klasse gehört traditionell zu den wichtigsten Baureihen der Marke. Aktuelle Absatzzahlen veröffentlicht Mercedes allerdings nicht für jedes Modell einzeln. Für 2025 weist der Hersteller rund 1,049 Millionen verkaufte Fahrzeuge für das sogenannte Core-Segment aus, zu dem unter anderem C- und E-Klasse samt Derivaten gehören.
Ein neues Gesicht für die C-Klasse
Von außen lässt sich die Modellpflege vor allem an der Front erkennen. Mercedes gestaltet den Kühlergrill neu und richtet ihn stärker vertikal aus. Seine Kontur ist nun beleuchtet, je nach Markt kann auch der Zentralstern leuchten.
Dazu kommen neue Scheinwerfer mit einer Tagfahrlichtgrafik in Form zweier Sterne. Auch Stoßfänger und Heckleuchten wurden überarbeitet. Bei der Limousine greifen die Rückleuchten ebenfalls das Sternmotiv auf. Neue Lackierungen und Felgendesigns ergänzen die Änderungen.
Mehr KI – und wieder eine Walze am Lenkrad
Der größere Sprung findet allerdings hinter dem Lenkrad statt. Das 12,3 Zoll große digitale Kombiinstrument und der hochkant stehende 11,9-Zoll-Zentralbildschirm bleiben. Neu ist die vierte Generation des Infotainmentsystems MBUX, die auf dem Mercedes-Benz Operating System MB.OS basiert.
Damit ziehen auch neue KI-Funktionen in die C-Klasse ein. Der Sprachassistent kombiniert nach Angaben von Mercedes je nach Anwendung Technik von ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini. Er soll komplexere Gespräche führen, sich während eines Dialogs an vorherige Aussagen erinnern und beispielsweise Fragen zu Navigationszielen beantworten können. Die Navigation basiert nun auf Google Maps. Software und bestimmte Fahrzeugfunktionen lassen sich außerdem über das Mobilfunknetz aktualisieren.
Bei der Bedienung dreht Mercedes gleichzeitig ein wenig die Zeit zurück. Am neuen Lenkrad gibt es wieder mehr haptische Elemente. Die Lautstärke wird beispielsweise über eine Walze geregelt. Auch für Tempomat und Abstandsregelung kommen Wippschalter zum Einsatz. Einige Sensorflächen bleiben jedoch erhalten. Mercedes-Boss Ola Källenius hatte zuletzt in einem Interview zugegeben, dass man zu sehr auf Touchflächen gesetzt habe – welche mittlerweile auch häufig wegen der hohen Ablenkungsgefahr in der Kritik stehen.
