Nach 13 Jahren
MDR stellt wohl Magazin zum Jahresende ein
06.05.2026 – 18:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Der MDR muss wegen ausbleibender Beitragserhöhung sparen. Nach „MDR um Elf“ soll nun auch „MDR um Zwei“ aus dem Programm verschwinden.
Im Januar 2014 ging „MDR um Zwei“ zum ersten Mal auf Sendung. Das Nachmittagsmagazin läuft von Montag bis Freitag um 14 Uhr und geht in erster Linie um aktuelle Themen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen‑Anhalt sowie um Geschichten, die Menschen in Mitteldeutschland bewegen.
Jetzt, mehr als zwölf Jahre nach der ersten Folge, steht „MDR um Zwei“ vor dem Aus. Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet, soll das Format zum Jahresende eingestellt werden. Landesfunkhaus-Chef Tim Herden soll die Belegschaft am Standort Magdeburg bereits informiert haben.
MDR-Sprecher Michael Naumann wollte auf Nachfrage von „dwdl.de“ die Einstellung zwar nicht im Detail bestätigen, verwies aber auf den Spardruck des Senders. „Die bislang durch die Bundesländer seit 1. Januar 2025 nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags bedeutet für den MDR eine umfangreiche Budget-Kürzung“, erklärte Naumann. Diese Situation zwinge den MDR zu „strategischen Entscheidungen, die sich unvermeidbar auch auf den Umfang unserer Programmangebote auswirken werden“. Gleichzeitig gehe es darum, „die Stärken des MDR zu bewahren“.
MDR-Intendant Ralf Ludwig hatte in einem Interview mit dem „RND“ erklärt, dass der Sender mindestens 30 Millionen Euro zusätzlich einsparen müsste, sollte es ab 2027 zur empfohlenen geringeren Beitragsanhebung kommen. Bliebe auch diese aus, wären es 60 Millionen Euro.
Vor drei Jahren wurde bereits „MDR um Elf“ eingestellt – nach über 20 Jahren. Stattdessen zeigt der Sender nun das Mittagsmagazin „MiMa“. Nun scheint auch „MDR um Zwei“ zu enden. Ein Nachfolgeformat sei bereits in Planung, das soll allerdings nicht mehr im Fernsehen zu sehen sein, sondern ausschließlich als Streamingangebot. Im linearen Programm würde der MDR dann erst ab 16 Uhr mit Live-Sendungen starten.










