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Home » Maybrit Illner I Laschet gibt Linneman Rat für neuen Ministerjob
Politik

Maybrit Illner I Laschet gibt Linneman Rat für neuen Ministerjob

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 24, 2026
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Maybrit Illner I Laschet gibt Linneman Rat für neuen Ministerjob

Laschet kritisiert E3-Format

Die restlichen 55 Minuten widmete Illner der Frage „Zwischen Trump und Putin – wird Europa zerrieben?“ „Es ist nicht unser Krieg“, stimmte der Grünen-Europaparlamentarier Sergey Lagodinsky Bundeskanzler Merz zu, was die Haltung zu dem anhaltenden Konflikt im Iran betrifft. US-Präsident Donald Trump sei ohne Strategie da reinmarschiert und müsse nun selbst aus dieser Sackgasse „rauskrabbeln“. Das Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten warf Merz allerdings vor, eine klare gemeinsame europäische Außenpolitik zu schwächen, etwa durch Kritik an der Außenbeauftragten Kaja Kallas.

Laschet stimmte der grundsätzlichen Kritik an einer mangelhaften europäischen Außenpolitik zu. Das sogenannte E3-Format mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich sei unzureichend. Wo seien die kleinen Mitgliedstaaten, wo das Baltikum, fragte Laschet. Es müssten Wege gefunden werden, sodass Europa mit einer Stimme für alle 27 Mitgliedsstaaten spricht.

Der AfD-Verteidigungsexperte Rüdiger Lucassen wies bei „Maybrit Illner“ Trump-Forderungen nach weiterer finanzieller und militärischer Unterstützung der Nato-Partner für den Iran-Krieg zurück. Selbiges galt für Forderungen, das nordatlantische Bündnis in den Konflikt zu involvieren. „Das ist kein Nato-Gebiet und könnte auch niemals ein Nato-Krieg oder ein Nato-Konflikt werden.“

AfD-Politiker: Ukraine-Krieg beenden

Lucassen bekräftigte bei „Illner“ die Forderung, den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des russischen Machthabers Wladimir Putins zu beenden. Das „muss unser aller Ziel sein“. Deutschland dürfe sich dabei aber nicht „verzetteln“ und müsse auch zugunsten der Energieversorgung anschließend die friedliche Koexistenz mit Russland anstreben.

Der ehemalige Bundeswehroffizier war im April als verteidigungspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion zurückgetreten und damit einem Misstrauensantrag zuvorgekommen. Er wollte bei der Frage, ob seine Partei eher den USA oder Russland zugeneigt ist, bei „Illner“ nicht von einer Spaltung sprechen. Er unterstrich jedoch: „Das Ganze wird sich aus meiner Sicht auf dem Weg zur Regierungsbeteiligung lösen müssen. Und dann müssen alle, auch die Spitzen meiner Partei, hier zu einer Lösung kommen müssen.“

Am Ende dieser Ausgabe von „Maybrit Illner“ wurde es noch einmal laut, als Laschet Lucassen vorwarf, eine schwache Europäische Union zu wollen. Der AfD-Abgeordnete konterte mit der Frage, wann Merz oder Außenminister Johann Wadephul (CDU) denn nach Moskau reisen würden.

Angesichts des politischen Erstarkens der AfD diskutierte Illner auch die Frage, inwieweit vor diesem Hintergrund das militärische Aufrüsten Deutschlands den europäischen Nachbarn Sorge bereitet. Nicht aufzurüsten, könne nicht die Antwort sein, warnte Liana Fix von der US-Denkfabrik Council on Foreign Relations. Die Sicherheitsexpertin plädierte aber dafür, Aufrüstung stärker als gesamteuropäisches Projekt anzugehen, notfalls über Schulden finanziert. Ein militärisch starkes Deutschland sei in Europa so lange akzeptiert, wie es tief in Europa integriert sei.

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