Nach Eklat mit Reporter
Verstappen muss sich Red-Bull-Chef erklären
27.03.2026 – 21:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor dem Formel-1-Rennen in Japan wirft Red-Bull-Pilot Max Verstappen einen Journalisten aus einer Pressekonferenz, nun gab es Konsequenzen für den Niederländer.
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies hat Max Verstappen am Freitagmorgen im japanischen Suzuka zum Vieraugengespräch gebeten. Das berichtet die „Bild“, nachdem es am Donnerstag vor einer Presserunde zum Eklat gekommen war. Im Gespräch soll Makies seinem Top-Piloten klar gesagt haben, dass Red Bull dieses Verhalten nicht gutheiße.
Gleichzeitig hörte sich der Franzose auch die Sichtweise Verstappens an. Dennoch habe der Niederländer die Werte von Red Bull nicht geachtet, eine Strafe soll jedoch nicht folgen.
Am Donnerstag hatte sich Verstappen geweigert, eine obligatorische Medienrunde in der Red-Bull-Hospitality zu starten, bis Giles Richards, ein englischer Journalist des „Guardian“, das Haus des Energydrink-Herstellers verlassen hatte.
Der Hintergrund: Der Journalist hatte nach dem vergangenen Saisonfinale, als Verstappen die Weltmeisterschaft verpasst hatte, kritisch nachgefragt, ob ihn sein Verhalten beim Rennen in Spanien den Titel gekostet habe. Eine Frage, die Verstappen offenbar immer noch nicht verarbeitet hat.
In Barcelona hatte sich Verstappen Mitte der vergangenen Saison ein hartes Duell mit Mercedes-Pilot George Russell geliefert. Sein eigenes Team wies den 28-Jährigen an, Russell ziehen zu lassen. Verstappen rammte jedoch den Briten, als dieser vorbeifahren wollte, was eine Strafe nach sich zog. Der Red-Bull-Pilot wurde nur Zehnter und verlor Punkte im WM-Kampf.
Mittlerweile hat sich der vertriebene Journalist zu dem Vorfall geäußert: „Ich wurde noch nie darum gebeten, eine Pressekonferenz zu verlassen“, sagte Richards. „Das ist ein extrem seltener Vorfall für einen Journalisten in der Formel 1. Kaum jemand kann sich an ein oder zwei ähnliche Beispiele erinnern.“










