WM ohne El-Mala
Lothar Matthäus stellt Nagelsmanns Entscheidung infrage
22.05.2026 – 05:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Said El Mala fährt trotz starker Saison mit dem 1. FC Köln nicht zur WM 2026. Lothar Matthäus hält diese Entscheidung für falsch.
Said El Mala hat in seiner ersten Bundesliga-Saison beim 1. FC Köln überzeugt: mit Toren, Assists und einer Spielweise, die auffällt. Zur Fifa-Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko fährt der 19-Jährige trotzdem nicht. Für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist das ein Fehler.
„Da hätte ich lieber El Mala gesehen, der eine Riesensaison gespielt hat“, sagte der Weltmeister von 1990 in einem Interview bei RTL/ntv. El Mala habe „viele Tore und Assists gemacht. So etwas brauchen wir bei einer WM. Jemanden, der sich mit Geschwindigkeit und Körpersprache durchsetzt“.
Matthäus: „El Malas Leistung war wesentlich besser“
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte den Kölner Youngster bei der Kaderplanung nicht berücksichtigt, stattdessen Leroy Sané von Galatasaray Istanbul nominiert. Eine Entscheidung, die Matthäus nicht nachvollziehen kann. „Deswegen hätte ich ihm den Vorzug vor Sané gegeben. El Malas Leistung war – auf das ganze Jahr gesehen – wesentlich besser als die von Sané“, sagte der 65-Jährige. Ähnliches äußerte er auch bei „Bild Live“.
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An Sané selbst lässt Matthäus dabei kaum ein gutes Haar. Er sei zwar persönlich ein Fan des 30-Jährigen und kenne ihn gut. „Aber er hat – da muss ich ehrlich sein – über das ganze Jahr hinweg nicht so performt, wie ich es mir vorgestellt habe.“ Das Urteil des Rekordnationalspielers fällt knapp aus: „Bei Galatasaray ist er nicht mal Stammspieler und das sollte dann nicht reichen für die deutsche Nationalmannschaft.“
Matthäus glaubt dennoch an den WM-Titel
Nagelsmanns Versprechen, die Kadernominierung an Leistung und Einsatzminuten zu knüpfen, hält Matthäus angesichts der Sané-Entscheidung für gebrochen: „Wenn Julian Nagelsmann sagt, man geht nach Leistung und Einsatzminuten, dann ist das eine Überraschung.“
Trotz seiner Kritik am Kader zeigte sich Matthäus optimistisch, was die deutschen Chancen bei dem Turnier angeht, das vom 11. Juni bis 19. Juli ausgetragen wird. „Wir können Weltmeister werden“, sagte er – und richtete zugleich einen Appell an die 26 nominierten Spieler: „Es kommt auf Zusammenhalt, Leidenschaft, Verständnis und Geschlossenheit an. Es gilt, eine Mannschaft zu finden. Eine Mannschaft, die für ihr Land alles gibt für die Farben Schwarz-Rot-Gold.“









