30. März 2023: DFB verhängt zwei Jahre Sperre
Das Sportgericht des DFB sperrte Mario Vušković rückwirkend ab dem 15. November 2022 für zwei Jahre. Der Verband sah den Nachweis von EPO zwar als erbracht an, wich aber von der üblichen vierjährigen Sperre ab. Der Vorsitzende Stephan Oberholz sagte zum Urteil: „Mario Vušković ist zum einen als Ersttäter zu behandeln, zum anderen zeigt der Analysebefund nur eine geringe Menge an EPO, sodass nicht von einem strukturierten Doping ausgegangen werden kann.“
Die Verteidigung hatte während des Prozesses das Analyseverfahren wegen methodischer Mängel kritisiert und auf Probleme bei der Kühlkette und der Zwischenlagerung der Urinprobe verwiesen. Vušković unterzog sich in England einem Lügendetektortest, der ihn entlasten sollte. Zudem wurden bei einem freiwilligen Ganzkörpertest keine für EPO typischen Einstichstellen gefunden.
27. August 2024: CAS verlängert Vušković-Sperre
Der HSV, der DFB-Kontrollausschuss und die Nationale Anti-Doping Agentur Deutschland (Nada legten gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts Berufung ein. Das Verfahren wurde im Mai 2024 vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne verhandelt.
Das Gericht folgte der Einschätzung von Nada und Wada und erhöhte Vuškovićs Sperre auf vier Jahre. „Das Gremium stellt fest, dass der Athlet keine Argumente in Bezug auf einen möglichen fehlenden Vorsatz vorgebracht hat“, hieß es im Urteil der Richter. Eine Beschwerde der Verteidigung beim Schweizer Bundesgericht scheiterte später.
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Der HSV musste den Vertrag mit Mario Vušković am 9. September aus rechtlichen Gründen auflösen, nahm ihn zugleich aber ab September 2026 wieder unter Vertrag. Der Verein stellte in einer Mitteilung unmissverständlich klar: „Mario Vušković war, ist und bleibt Teil der HSV-Familie.“
25. Februar 2025: Vušković spricht erstmals öffentlich
Mehr als zwei Jahre nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe äußerte sich Mario Vušković erstmals in einem Interview. „Ich bin unschuldig, und jeder weiß es. Das ist ja das Verrückte“, sagte er im Februar 2025 dem Magazin „11Freunde“. Dass der HSV ihm eine sportliche Zukunft in Aussicht stellte, bezeichnete Vušković als „riesige Ehre“. „Hätte ich nicht den HSV hinter mir, würden die Fans nicht immer noch mein Trikot kaufen und bei den Heimspielen meinen Namen singen, hätte ich früher aufgegeben“, sagte Vušković.