„Notruf Hafenkante“

„Das war wirklich Folter“: Manuela Wisbeck über ZDF-Serien-Aus


10.07.2026 – 12:49 UhrLesedauer: 3 Min.

„Notruf Hafenkante“: Manuela Wisbeck in ihrer Rolle als Frauke. (Quelle: ZDF/Boris Laewen)

Vor rund einem Monat wurde bekannt, dass Manuela Wisbeck die Krimiserie „Notruf Hafenkante“ verlassen muss. Nun dreht Manuela Wisbeck ihre letzten Szenen.

Ein Anruf veränderte für Manuela Wisbeck alles. Die Produzentin teilte ihr kurz mit, dass sie künftig nicht mehr Teil der Serie „Notruf Hafenkante“ sein wird. Jetzt hat die Schauspielerin darüber gesprochen, wie die letzten Drehtage waren.

Wisbeck gehörte seit 2009 zum festen Ensemble der ZDF-Polizeiserie und spielte dort die Krankenschwester Frauke Prinz. Das Ende kam für sie vollkommen unerwartet und traf sie mitten in einem laufenden Drehblock. Die Gründe: ökonomische Zwänge. Außerdem sei ihre Rolle eine Randfigur, die ohnehin auserzählt sei. Für Wisbeck war das kaum zu fassen.

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Die Serie laufe gut, sagte sie, und sie sei eigentlich bis Ende des Jahres in die Produktion eingebunden gewesen. „Das hat mir erst mal den Boden unter Füßen weggerissen“, beschrieb sie ihre Reaktion auf den Anruf im Gespräch mit „Bunte“. Danach habe sie „den ganzen Tag und die ganze Nacht geweint“.

So wird Frauke Prinz gehen

Wie genau ihre Rolle aus dem Serienkosmus aussteigen wird, werde „ein bisschen offengelassen“, verriet Wisbeck. Frauke habe sich in der Serie selbst entschieden zu gehen. „Das war schon hart. Die haben mir etwas geschrieben, das ich spiele, was aber für mich ja nicht so war. Diese Szene, die ist so ehrlich, so pur und so emotional. Meine Schauspielkollegin und ich – wir haben das zu zweit gespielt – und wir haben in der Szene nur geweint“, so die 43-Jährige. „Das war wirklich Folter in dem Moment.“

Auch das Kollegium am Set reagierte bewegt. Vom Beleuchter über das Kostüm- bis zum Maskenteam habe niemand fassen können, dass Wisbeck einfach nicht mehr dabei sein werde. Mit ihren Schauspielkollegen habe sie sich umarmt und geweint.

„Notruf Hafenkante“: Manuela Wisbeck hat ihre letzten Szenen schon abgedreht. (Quelle: ZDF/Boris Laewen)

Ein direktes Wort vom Sender ZDF gab es für Wisbeck nicht. Sie habe sich das gewünscht, erwarte aber nichts mehr. Mit der Produzentin habe es noch einmal ein persönliches Gespräch am Set gegeben. Wisbeck habe dabei ihren Standpunkt klargemacht: „Wir haben noch nicht mal angefangen, die Figur zu erzählen.“ Die Produzentin habe ihr Bedauern ausgedrückt. „Das war emotional“, so Wisbeck. Zum Schluss hätten sich beide umarmt.

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