Ruinenstadt Teotihuacán in Mexiko

Mann schießt auf Touristen – Kanadierin getötet

Aktualisiert am 21.04.2026 – 00:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Polizei und Gerichtsmediziner stehen auf einer Pyramide, nachdem ein Bewaffneter das Feuer in Teotihuacán eröffnet hat. (Quelle: Eduardo Verdugo/AP/dpa/dpa-bilder)

In Teotihuacán eröffnet ein Mann das Feuer: Eine Kanadierin stirbt, mehrere Touristen werden verletzt. Der Vorfall passiert kurz vor der Fußball-WM.

Bei Schüssen in der bedeutenden mexikanischen Ruinenstadt Teotihuacán ist wenige Wochen vor Beginn der Fußball-WM eine kanadische Frau ums Leben gekommen. Ein bewaffneter Mann soll aus noch ungeklärten Gründen das Feuer eröffnet haben, wie die mexikanischen Sicherheitsbehörden mitteilten. Mindestens sechs Besucher wurden demnach zudem verletzt. Der Angreifer beging demnach Suizid.

„Was heute in Teotihuacán geschehen ist, schmerzt uns zutiefst“, schrieb Präsidentin Claudia Sheinbaum auf der Plattform X. Sie drückte den Betroffenen und ihren Familien ihre Solidarität aus. Die mexikanische Regierung stehe in Kontakt mit der kanadischen Botschaft.

Laut dem Sicherheitschef des Bundesstaates México, Cristóbal Castañeda, wurden mindestens ein russischer, ein kanadischer und zwei kolumbianische Touristen verletzt. Die mexikanische Regierung sprach von sechs Verletzten, vier davon durch Schüsse und zwei infolge von Stürzen.

Teotihuacán ist eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten in Mexiko. Auf dem Gelände vor den Toren von Mexiko-Stadt sind neben der Sonnen- auch die Mondpyramide sowie der Tempel der gefiederten Schlange zu sehen.

Auf Videos, die in Onlinenetzwerken verbreitet wurden, war zu sehen, wie der Täter von der Mondpyramide aus mehrere Schüsse abgibt, während Touristen sich weiter unten in Deckung bringen.

Der sehr Vorfall in der sonst friedlichen Ruinenstadt ereignete sich im Vorfeld der WM, die Mexiko, Kanada und die USA im Sommer gemeinsam austragen. Zur Blütezeit im 5. und 6. Jahrhundert war Teotihuacán die wichtigste Metropole Mesoamerikas und eine der größten Städte der Welt. Die Anlage wurde 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt und zählt zu den wichtigsten Touristenattraktionen Mexikos.

Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.

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