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Home » Lufthansa-Tochter Swiss will Stellen abbauen – keine Entlassungen geplant
Wirtschaft

Lufthansa-Tochter Swiss will Stellen abbauen – keine Entlassungen geplant

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 10, 2026
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Lufthansa-Tochter Swiss will Stellen abbauen – keine Entlassungen geplant

„Rund zehn Prozent“ in der Administration

Lufthansa-Tochter Swiss plant Stellenstreichungen

10.05.2026 – 21:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Maschinen der Fluggesellschaften Swiss und Lufthansa (Archivbild): Bei Swiss sollen Stellen wegfallen. (Quelle: IMAGO/Ardan FUESSMANN)

Swiss weitet den Sparkurs auf die Verwaltung aus und plant rund zehn Prozent der Stellen abzubauen. Der Konzern setzt auf freiwillige Abgänge und finanzielle Anreize.

Die Fluggesellschaft Swiss hat ihre Sparmaßnahmen auf das Bodenpersonal ausgeweitet. „Ziel ist, dass wir rund zehn Prozent unserer administrativen Mitarbeitenden abbauen“, sagte Swiss-Chef Jens Fehlinger in einem Interview der „NZZ am Sonntag“.

Entlassungen wolle die Fluggesellschaft keine vornehmen, sagte Fehlinger in dem am Sonntag zunächst online veröffentlichten Interview. Die Rede sei ausschließlich von freiwilligen Abgängen.

Für die Einsparungen in der Verwaltung setzt die Fluggesellschaft, ähnlich wie beim Kabinenpersonal, finanzielle Anreize. Zum Beispiel erhalte man 20 Prozent des eingesparten Basissalärs, wenn man unbezahlte Ferien beziehe, sagte der Swiss-Chef.

Er begründete den Schritt unter anderem mit dem Kostendruck. Nicht nur das Kerosin sei teurer geworden. „Wir haben strukturell höhere Kosten“, sagte Fehlinger und nannte die Flugzeugwartung, Umweltabgaben und gestiegene Personalkosten als Beispiele. Insgesamt wolle die Lufthansa-Tochter zehn Prozent der Kosten abbauen. Dies sei nötig, nur damit die Kostenstruktur gleich bleibe, sagte der Swiss-Chef.

Die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss und die Edelweiss gehören, hatte Mitte April neue Sparmaßnahmen angekündigt. Demnach werden keine neuen Mitarbeitenden mehr eingestellt. Laut Fehlinger spart der Mutterkonzern in der Administration 20 Prozent ein, die Swiss „vorerst nur zehn Prozent“, wie der Swiss-Chef sagte. Das halte er für „ein gesundes Maß“. Die Fluggesellschaft sei zwar profitabel, doch manche Konkurrenten hätten sie bei der Profitabilität überholt. Die Swiss müsse sich weiterentwickeln und wachsen. Die Nachfrage nach Flügen sei da, sagte Fehlinger und fügte an: „Wenn wir nicht davon profitieren, tun es andere.“

Das Bodenpersonal der Swiss zählte per Ende letzten Jahres insgesamt, also einschließlich der Administration, 3.432 Mitarbeitende, wie der Webseite des Unternehmens zu entnehmen war.

Beim Kabinenpersonal sind die Ziele nach Angaben des Swiss-Chefs erreicht worden. Auch da setzte die Swiss auf ein Angebot für freiwillige Abgänge, wie sie im März mitgeteilt hatte. Adressiert war das Angebot an die rund 4.000 Kabinenmitarbeitenden der Basis in Zürich. Ihnen wurde laut der „NZZ am Sonntag“ eine Prämie von 15.000 Schweizer Franken versprochen, wenn sie bis Ende April kündigten.

Zu Entlassungen wird es beim Kabinenpersonal nicht kommen. „Dank diesen rein freiwilligen Maßnahmen konnten wir den Überbestand reduzieren“, sagte Fehlinger von der Zeitung auf die Prämie angesprochen. Rund 140 Kabinenmitarbeitende werden die Swiss demnach verlassen.

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