Neue Flieger der Marine

Deutschlands größte Kampfjets landen jetzt in Hamburg

21.04.2026 – 10:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine P-8A Poseidon der Deutschen Marine (Archivbild): Die Kampfflugzeuge werden künftig in Hamburg gewartet. (Quelle: IMAGO / Funke Foto Services)

Sie zählen zu den größten Kampfflugzeugen der Bundeswehr: die neuen Seefernaufklärer vom Typ Boeing P-8A Poseidon. Für Lufthansa Technik in Hamburg ist das ein Meilenstein.

Lufthansa Technik übernimmt erstmals die Wartung der neuen Seefernaufklärer der Deutschen Marine – und betritt damit Neuland. Die Arbeiten an den Maschinen vom Typ Boeing P-8A Poseidon seien ein Novum für das Unternehmen, sagte Personalvorständin Janna Schumacher bei einer Veranstaltung in Hamburg. „Erstmals in der Unternehmensgeschichte arbeiten unsere Kolleginnen und Kollegen hier an potenziell waffentragenden Systemen.“

Die Poseidon-Flugzeuge basieren auf der Boeing 737-800 und zählen laut Bundeswehr zu den größten Militärflugzeugen Deutschlands. Sie sind knapp 40 Meter lang und haben eine Spannweite von rund 38 Metern.

Die Flugzeuge dienen vor allem der Überwachung großer Seegebiete. Sie können U-Boote aufspüren, verfolgen und im Ernstfall bekämpfen, sagte der Kommandeur der Marineflieger, Kapitän zur See Broder Nielsen. Ausgestattet sind sie unter anderem mit moderner Sensortechnik sowie Torpedos und Wasserbomben.

Mitte März traf die zweite Maschine für einen planmäßigen 90-Tage-Check in Hamburg ein. Die erste Poseidon wird dort derzeit im Rahmen eines 180-Tage-Checks gewartet. Sie war im November vergangenen Jahres offiziell in Dienst gestellt worden.

Nielsen betonte, dass neben moderner Technik auch eine verlässliche industrielle Basis notwendig sei. Unternehmen müssten Verantwortung übernehmen und zur Verteidigungsfähigkeit beitragen.

Für Lufthansa Technik ist der Auftrag der Einstieg in die Wartung solcher militärischer Systeme. Stefan Rauscher vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) zeigte sich zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit ähnlich zuverlässig verlaufen wird wie bisher bei Flugzeugen der Luftwaffe.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) verwies auf die Bedeutung des Standorts. Die Kooperation zwischen Lufthansa Technik, Boeing und der Marine zeige, dass die Luftfahrtbranche der Stadt auch im militärischen Bereich eine wichtige Rolle spielen könne – und damit auch wirtschaftliche Effekte für Deutschland entstehen.

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